Reisegruppe in Indien

Reisegruppe in Indien

2014-10-04_17.54'12 AEine Gruppe mit Gemeindemitglieder aus Brochterbeck mit Verstärkung aus der weiteren Umgebung war in den Herbstferien 2014 mit Pfarrer Abraham in Indien unterwegs. Am 3.Oktober ging es mit der Bahn nach Frankfurt, trotz vieler Baustellen und Verspätungen sind wir dank großzügiger Zeitplanung rechtzeitig angekommen und konnten gegen 21.30 starten. Nach knapp 7 Stunden Flug landeten wird dann um 8:15 Ortszeit in Delhi (4:45 Brochterbeck-Zeit). Nach einer kurzen Dusche im Hotel ging es gleich zur Stadtbesichtigung -hier finden gerade mehrere Feiertage nacheinander statt, da waren die Staus in der 19-Millionen-Stadt nicht ganz so lang wie in einer normalen Woche. Besichtigt wurden von außen der Präsidentenpalast, die Botschaftsmeile und diverse Ministerien, näher angesehen haben wir uns Gate of India, einen Sikh-Tempel, die Einäscherungsstätte von Mahatma Gandhi (Raj Ghat) und die mittelalterliche Begräbnisanlage Humayum-Mausoleum (1562 und später). Dann ging es schnell ins Bett.

Gate of India - Gedenkstätte für die Toten des ersten Weltkrieges und weiterer Kriege

Gate of India – Gedenkstätte für die Toten des ersten Weltkrieges und weiterer Kriege

Schwitzende Münsterländer vor dem Gate of India

Schwitzende Münsterländer vor dem Gate of India

Salzmarsch - Aktion gegen die Salzsteuer der Engländer von Mahathma Ghandi - 1930 - führte zur Verhaftung von 50.000 Indern und dann zur Unabhängigkeit

Salzmarsch – Aktion gegen die Salzsteuer der Engländer von Mahathma Ghandi – 1930 – führte zur Verhaftung von 50.000 Indern und dann zur Unabhängigkeit

Sikh-Tempel in Delhi - ca. 20 Mio Sikhs in Indien = 2% der Bevölkerung

Sikh-Tempel in Delhi – ca. 20 Mio Sikhs in Indien = 2% der Bevölkerung

Raj Ghat (Scheingrab) - hier wurde Mahatma Gandhi nach seiner Ermordung 1948 eingeäschert - die Asche wurde im Ganges verstreut.

Raj Ghat (Scheingrab) – hier wurde Mahatma Gandhi nach seiner Ermordung 1948 eingeäschert – die Asche wurde im Ganges verstreut.

Humayun - Mausoleum - 2. Großmogul von Indien 1530-1540 und 1555-1556

Humayun – Mausoleum – 2. Großmogul von Indien 1530-1540 und 1555-1556

Am Sonntag ging es schon (erst?) um 7 weiter zur Frühmesse mit dem Bischof der syriscch-malankarisch-katholischen Kirche in Delhi. Der spricht sehr gut Deutsch und betete mit uns ein Vaterunser und erteilte uns den Segen für die weitere Reise.

Das Willkommenschild am"Bischofspalast" - 2 Etagen in einem Mietshaus.

Das Willkommenschild am“Bischofspalast“ – 2 Etagen in einem Mietshaus.

Abraham und Bischof

Abraham und Bischof

Im Bischofshaus

Im Bischofshaus

Nach einer langen Fahrt über teils holprige Straßen kamen wir dann im Hotel in Jaipur an, abends ging es dann in ein „Dorf“ mit Heimatkundemuseum und diversen Belustigungen (Elefantenreiten, Pfeil- und Dosenwerfen, Tanz, Musik und Feuerspucker).

Gruppe beim Abendessen unter freiem Himmel im Erlebnisdorf

Gruppe beim Abendessen unter freiem Himmel im Erlebnisdorf

Am Montag besichtigten wir zuerst das Amber Fort – zu erreichen auf dem Weg nach oben per Elefantenritt, nach unten ging es mit Jeeps.

Weitere Stationen an diesem Tag – Detailinfos z.B. gut zusammengefasst hier: Internet

Vor dem Palast der Winde in Jaipur

Vor dem Palast der Winde in Jaipur

Größte Sonnenuhr der Welt im Jantar Mantar - einem Observatorium mit ehemals 24 Instrumenten (ca.1730)

Größte Sonnenuhr der Welt im Jantar Mantar – einem Observatorium mit ehemals 24 Instrumenten (ca.1730)

Taube im Stadtpalast von Jaipur

Taube im Stadtpalast von Jaipur

Der Maharadscha ging mal auf Reisen - 1902 nach England - aber das Teewasser wurde in zwei "Pötten" aus dem Ganges mitgenommen - heute schmeckt Tee aus dem Ganges meist nicht mehr so gut.

Der Maharadscha ging mal auf Reisen – 1902 nach England – aber das Teewasser wurde in zwei „Pötten“ aus dem Ganges mitgenommen – heute schmeckt Tee aus dem Ganges meist nicht mehr so gut.

In der privaten Audienzhalle traf sich der Herrscher mit seinen Ministern und privaten Besuchern. Dieser Teil des heutigen Museum beherbergt die 2 größten Silberkrüge der Welt. Diese riesigen Krüge wurden 1894 innerhalb von 2 Jahren aus je 14.000 Silbermünzen mit einem Gewicht von je 345 Kg aus der königlichen Schatzkammer gefertigt. Maharaja Madho Singh II ließ diese Behälter herstellen, um an der Krönungsfeierlichkeit des britischen Königs Edward VII. im Jahr 1902 teilzunehmen. Der Maharaja wollte auf seiner Reise nicht auf heiliges Gangeswasser verzichten und nahm diese Krüge voll Wasser (jeweils über 2.000 Liter) mit nach England.

Handwerksdemonstration - Stoffdruck mit 4 Farben - einfarbig auch auf "lebende" Touristen-T-Shirts

Handwerksdemonstration – Stoffdruck mit 4 Farben – einfarbig auch auf „lebende“ Touristen-T-Shirts

Auf diese Demonstration folgte noch eine weitere mit Teppichknüpfen und anschließender Verkaufsveranstaltung – dafür waren wir aber das falsche Publikum.

Am Dienstag war wieder ein langer Reisetag von Jaipur nach Agra.
Unterwegs wurde eine „Mustersiedlung“ der Tribes präsentiert – ein beklemmendes Gefühl für Wohlstandseuropäer.
Am Abend war dann nur noch Gelegentheit für eine Schnellbesichtigung des Agra-Fort mit Blick auf Taj Mahal im Dunst am Horizont.

Eingang zum Agra-Fort

Eingang zum Agra-Fort

Am Mittwoch wurde das Aufstehen vor Sonnenaufgang mit dem Anblick des Taj Mahal in der Morgensonne belohnt.

Taj Mahal - Der Großmogul Shah Jahan ließ ihn zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal (Arjumand Bano Begum) erbauen.

Taj Mahal – Der Großmogul Shah Jahan ließ ihn zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal (Arjumand Bano Begum) erbauen.

Mit dem Bus ging es anschließend über einen Expressway (6-spurige Autobahn – Zäune und kontrollierte Auffahrten sorgen dafür, das keine Kühe oder Ochsenkarren auf der Fahrbahn sind) zurück nach Delhi.

Der Yamuna-Expressway mit 6-8 Spuren (2007-2012)

Der Yamuna-Expressway mit 6-8 Spuren (2007-2012)

Unterwegs wurden noch einige große Tempel verschiedener Religionen besichtigt:

Der Akshardham-Hindu-Tempel wurde von 2000-2005 von 11.000 Handwerkern und Freiwilligen erbaut. beeindruckend, dass auch heute noch so viel Kunst am Bau möglich ist. Da Fotografieren verboten war hier einige Bilder aus dem Netz: Bild1   Bild2 und Infos

Baha'i House of Worship ist ein Tempel der Baha'i-Sekte aus Persien und wird wegen der ungewöhnlichen Architektur auch allgemein LOTUSTEMPEL genannt (1980-1986)

Baha’i House of Worship ist ein Tempel der Baha’i-Sekte aus Persien und wird wegen der ungewöhnlichen Architektur auch allgemein LOTUSTEMPEL genannt (1980-1986)

Baha’i House of Worship ist ein Tempel der Baha’i-Sekte aus Persien und wird wegen der ungewöhnlichen Architektur auch allgemein LOTUSTEMPEL genannt. Das Gebäude mit den 27 marmornen Lotus-Blütenblättern wurde 1980-1986 durch einen iranischen Architekten entworfen und erbaut. In dem Tempel haben bis zu 1300 Menschen Platz. Der Tempel ist von einer großen Grünanlage und einem Eisenzaun umgeben. Der Tempel soll im Prinzip für jeden offen sein (ausser Bettler).

Abends gab es dann noch im Hotel ein Treffen mit Jessy und Snea, die bereits einmal in Brochterbesck waren, und die sich als Anwältinnen am Höchsten Gericht in Delhi für die Rechte der Armen einsetzen.

Besuch von Jessy und Snea (Anwältinnen für Arme)

Besuch von Jessy und Snea (Anwältinnen für Arme)

Am Donnerstag ging es dann mit dem Flieger nach Kerala.Das Hotel lag zum Glück nahe beim Flughafen,so dass der Tag etwas geruhsamer war.

Am Freitag besichtigten wir einige Stationen im Leben des Heiligen Thomas. Viele Schulen in Kerala werden von christlichen Kirchen betrieben, die Schulbusse sind entsprechend beschriftet:

EXIF_IMG2014-10-11_07.29'17 Bus Holy Cross AAm Morgen fuhren wir über teils überschwemmte Strassen (es gab in der Nacht einige Gewitterschauer) zu einem Berg, an dem der Apostel Thomas wirkte und ermordet wurde. Dort befindet sich die größte christliche Pilgerstätte Indiens. Wetterbedingt konnten wir leider nicht den Berg besteigen, sondern nur die Kirche am Fluß besichtigen.

Thomas und Maria auf halber Höhe des Berges

Thomas und Maria auf halber Höhe des Berges

Die Magenprobleme einiger Reiseteilnehmer führten dann zum Besuch einer Apotheke, in der für 1-2 Euro Medikamente gekauft wurden, die in Deutschland mehr als 30 Euro gekostet hätten.
Weiter ging es zu den Athirappaly-Wasserfällen. Da es in den vorherigen Tagen nur wenige Schauer in den Bergen gegeben hatte, erstreckten sich die Fälle nicht über die volle Breite, waren aber trotzdem sehr eindrucksvoll.

Athirapaly-Wasserfälle mit Niedrigwasser

Athirapaly-Wasserfälle mit Niedrigwasser

Wasserfälle vom Unterlauf gesehen

Wasserfälle vom Unterlauf gesehen

Abends wurden wir in Nilambur, wo ein großer Teil von Abrahams Familie wohnt, von der Familie, einigen Gemeindemitgliedern und einer Folkoregruppe der Tribes (Ureinwohner) mit einem Trommelkonzert vor dem Hotel empfangen. Nach einem schnellen Abendessen folgte eine mehrstündige Show mit traditionellen Tänzen, z.B. Schlangen, Ernte und Feuertanz, soweit wir den Erläuterungen im indisch akzentuiertem Englisch folgen konnten.

Trommlergruppe der Tribes in Nilambur

Trommlergruppe der Tribes in Nilambur

Tänze der Tribes

Tänze der Tribes

Am Samstag gab es nach einem Besuch bei Abrahams Eltern und der Besichtigung eines Sozialzentrums (Kleinkredite oder Zuschüsse für  Hausbau, Kleingewerbe, Vieh und Bildung) und einer historischen Teakholzplatage

Älteste Teakholzplantage Indiens - die Bäume mit den breiten Wurzeln sind aber andere.

Älteste Teakholzplantage Indiens – die Bäume mit den breiten Wurzeln sind aber andere.

das Mittagsessen in einer Betreuungseinrichtung für psychisch behinderte Mädchen. In dieser Einrichtung werden 109 Mädchen betreut, davon ca. 30 in Internatsbetreuung, die übrigen in der Tagespflege. Geleistet wird die Betreuung von 4 Nonnen und einigen weltlichen Angestellten, finanziert durch Spenden und einen kleinen Zuschuss aus Rom. Staatliche Förderung wäre möglich und ist seit Jahren auf dem Antragsweg, das ist in Indien aber so kompliziert, dass es noch keine Fördergelder gab.

Kapelle im Behindertenheim

Kapelle im Behindertenheim

Am Sonntag feierten wir um 8:30 eine Syro-malankarische Messe mit Abraham in der Kirche beim Bischofshaus mit ca. 500 Gläubigen. Da die gesamte Messe auf Malayalam gehalten wurde (bis auf einige einführende Worte) konnten wir bis auf die Worte Amen, Hallelujah und Kyrie-Eleison nichts verstehen, die Gesänge, die so garnicht den europäischen Traditionen entsprechen, waren aber sehr bewegend und eingängig. Beispiele finden sich demnächst  im Reisebericht auf heiligkreuz.info.

Sonntagsmesse in Sulthan Battery auf Malayalam

Sonntagsmesse in Sulthan Battery auf Malayalam

Nach der Messe wurde noch das Seminaristenhaus besichtigt, in dem sich ca.50 Jugendliche auf das Priesterstudium vorbereiten (vergleichbar mit dem Abitur). Dann ging es wieder in einer langen Fahrt mit dem Bus in 8 Stunden für 350 km von den Bergen herunter in die Hafennstadt Cochin, wo wir gegen 21 Uhr wohlbehalten anlangten.

Montag
Der Tag startete um 06:30 mit Schwimmen im Hotelpool auf der Dachterasse im 6 Stock, Blick auf der einen Seite über Cochin, auf der anderen Seite die Militärwerft, deshalb gibt es auch keine Fotos.

Nicht das letzte Abendmahl auf unserer Reise

Nicht das letzte Abendmahl auf unserer Reise

Holztransport über Wasser

Holztransport über Wasser

Tanz zum Abendessen.

Tanz zum Abendessen – Geburtstagseinlage für eine Inderin.

Doktor auf Extratour in Cochin.

Doktor auf Extratour in Cochin.

 

Manchmal bringen wir Abraham auf die Palme.

Manchmal bringen wir Abraham auf die Palme.

 

 

 

 

 

Stausee im Morgennebel

Stausee im Morgennebel

Die Gruppe auf dem Boot - alle vorschriftsmässig mit Rettungswesten.

Die Gruppe auf dem Boot – alle vorschriftsmässig mit Rettungswesten.

Eisvögel (Kingfisher) gab es einige zu sehen -   aber nur mit dem Teleobjektiv waren Details zu sehen.

Eisvögel (Kingfisher) gab es einige zu sehen – aber nur mit dem Teleobjektiv waren Details zu sehen.

Rotwild am Seeufer (die Treiber sind wohl im  Wald versteckt?)

Rotwild am Seeufer (die Treiber sind wohl im Wald versteckt?)

 

 

Abraham in typischer Pose

Abraham in typischer Pose

Die Jackfrucht gehört zu den größten Früchten der Welt (10-15 kg).

Die Jackfrucht gehört zu den größten Früchten der Welt (10-15 kg).

Pfefferverkostung direkt von der Pflanze - eine ganz scharfe Sache

Pfefferverkostung direkt von der Pflanze – eine ganz scharfe Sache

Teeplantagen in den Bergen

Teeplantagen in den Bergen