Bernhard Honsel

Bernhard Honsel

Bernhard Honsel ist tot

Das Sechswochen-Gedächtnis für Bernhard Honsel ist am Sonntag, dem 8. September 2013, um 11 Uhr in der Ludwigkirche.

Pfarrer Bernhard Honsel (oben in einem Bild der IVZ von 2011) ist am frühen Dienstagmorgen des 16. Juli 2013, im Alter von 87 Jahren Zuhause in Ibbenbüren gestorben.

Die Messe zur Verabschiedung ist am Dienstag, 23. Juli 2013, um 13 Uhr in der St.-Ludwig-Kirche in Ibbenbüren (Groner Allee 50). Anschließend ist die Beisetzung auf dem Zentralfriedhof (Nordstraße 26).

Pfarrer Bernhard Honsel ist am Donnerstag, 18. Juli 2013, von 8 – 22 Uhr in der Ludwigkirche aufgebahrt, um persönlich von ihm Abschied nehmen zu können. Gruppen sind den Tag über eingeladen, über ihn zu erzählen oder zu beten und zu singen.
Um 19 Uhr wird Eucharistie gefeiert. 

IVZ 31.8.2013 Sechswochengedächtnis Bernhard Honsel

Totenbild Bernhard Honsel

Totenbild Bernhard Honsel

Liedzettel zur Beerdigung von Bernhard Honsel

Trauerrede Annette Honsel

Trauerrede Wolfgang Pohle

Trauerrede Detlev Becker

Trauerrede Josef Bendfeld

Beitrag von Ingeborg und Reinhard Paul

Bernhard Honsel

Bernhard Honsel (80. Geburtstag)

Wangerland/Schillig

 

Honsel, Bernhard
geb. 17.12.1925 in Bocholt (Stenern)
Priesterweihe am 15.8.1953 in Münster
1953 Kaplan in Schöppingen St. Brictius
1956 desgl. und Kreislandjugendseelsorger für den Kreis Ahaus
1957 Kaplan in Emmerich am Rhein St. Aldegundis
1959 Bezirksvikar für den Niederrhein in Wesel
1965 Nationalkaplan der CAJ in Essen
1967 Pfarrer in Ibbenbüren St. Ludwig
1970-2000 Mitglied des Priesterrates
1972-1983 Leiter des Pfarrverbandes Ibbenbüren
1981 grad. Lehrer in Themenzentrierter Interaktion (TZI)
1990 Subsidiar m.d.T. Pfarrer in Ibbenbüren St. Mauritius
1993 Supervisor (grad.)
2005 Subsidiar m.d.T. Pfarrer in Ibbenbüren Heilig Kreuz

Bilderwand Bernhard Honsel

Bernhard Honsel

 

Weitere Bilder:

Bernhard Honsel

Caritasverband

Herr Pfarrer Honsel war 1969 Initiator und Mitbegründer des Caritasverbandes Tecklenburger Land e.V.. Bis zum Jahr 2001 war er, neben seiner eigentlichen Tätigkeit als Pfarrer der Ludwig-Gemeinde in Ibbenbüren, unser Vorstandsvorsitzender.

Er hat die Arbeit der Caritas im Tecklenburger Land auf vielfältige Art und Weise unterstützt und gefördert. Insbesondere die Errichtung des Caritas-Altenwohnhauses in Ibbenbüren geht auf seine Initiative zurück.

Aber auch das Heilpädagogische Zentrum in Recke-Espel und unsere Beratungsangebote für Familien, Eltern, Jugendliche und Kinder im Caritas-Sozialzentrum wurden maßgeblich durch ihn mitgestaltet.  Stets stand er den Diensten für inhaltliche Fragen und als seelsorglicher und pastoraler Begleiter zur Verfügung.

 

IVZ-Online vom 16.07.2013: http://www.ivz-aktuell.de/lokales/ibbenbueren_artikel,-Pfarrer-Bernhard-Honsel-verstorben-_arid,229458.html

Pfarrer Bernhard Honsel verstorben

Der langjährige Pfarrer von St. Ludwig, Bernhard Honsel, ist gestorben. Er wurde 1925 in Bocholt geboren und kam 1967 nach Ibbenbüren.

Pfarrer Bernhard Honsel ist am frühen Dienstagmorgen im Alter von 87 Jahren gestorben.

Honsel war Jahrzehnte Pfarrer in St. Ludwig. Er wurde 1925 in Bocholt geboren. Nach seiner Tätigkeit als Kaplan in Schöppingen und im Kreis Ahaus sowie Emmerich war er Bezirksvikar für den Niederrhein in Wesel. 1967 kam er nach Ibbenbüren. Er war lange Jahre Mitglied des Priesterrates, Leiter des Pfarrverbandes.

1973 wurde die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) in Trägerschaft des Bistums Münster von Bernhard Honsel (in Kooperation mit dem damaligen evangelischen Pfarrer Gottfried Busse) in Ibbenbüren angesiedelt. Er arbeitete neben seiner Tätigkeit als Seelsorger bis 1990 (65. Lebensjahr) aktiv als Berater. Bernhard Honsel gelang es damals, die Politik für die gesellschaftliche Bedeutung von Eheberatung zu sensibilisieren, sodass der Kreis Steinfurt und die Stadt Ibbenbüren mit einer Vorreiterfunktion für andere Städte und Kommunen in die Mitfinanzierung der Arbeit einstiegen.

Honsel machte in all den Jahren vieles möglich. Sein erstes Interesse galt den Menschen und seiner Gemeinde. Zudem sei die Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit in der Gemeinde das Klima. Wichtig war ihm ein Klima der Offenheit, eine Atmosphäre, in der jeder sich und seine Meinung akzeptiert weiß, in der die Menschen frei werden, ihre Meinung zu sagen und zu vertreten. Dadurch wird auf die

Dauer offene Kommunikation ermöglicht. Mehrere Erlebnisse prägten sein Leben. Anstelle der Frage „Warum“ wolle er immer die Frage stellen „Warum nicht?“ “Träumen Sie die Zukunft der Kirche und der Menschheit!”

Beisetzung und Abschied
Die Messe zur Verabschiedung ist am Dienstag, 23. Juli, um 13 Uhr in der St.-Ludwig-Kirche in Ibbenbüren, Groner Allee 50. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Zentralfriedhof; Nordstraße 26.
Am Donnerstag, 18. Juli, ist Pfarrer Bernhard Honsel von 8 bis 22 Uhr in der Ludwigkirche aufgebahrt, um persönlich von ihm Abschied nehmen zu können. Gruppen sind den Tag über eingeladen, über ihn zu erzählen oder zu beten und zu singen. Um 19 Uhr wird Eucharistie gefeiert.
Autor: Sabine Plake
IVZ 17.7.2013: „Träumen Sie die Zukunft der Kirche“
Pastor Bernhard Honsel ist Dienstagmorgen gestorben/Geschätzt und geachtet

Todesanzeige Bistum Münster

 

Todesanzeige Familie (IVZ 17.7.2013)

Todesanzeige Familie

 

Nachruf Pfarrgemeinde (IVZ 18.7.2013)

Nachruf Pfarrgemeinde

 

Nachruf Caritasverband (IVZ 18.7.2013)

Nachruf Caritasverband

 

Nachruf SKF (IVZ 20.7.2013)

Nachruf SKF

 

Nachruf EFL (IVZ 20.7.2013)

Nachruf EFL

 

WN Schöppingen 17.7.2013:

Von 1953 bis 1957 Kaplan in Schöppingen
Bernhard Honsel gestorben

Schöppingen –
Pfarrer em. Bernhard Honsel ist am frühen Dienstagmorgen im Alter von 87 Jahren in Ibbenbüren gestorben.
Von Anne Alichmann
Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1953 trat der gebürtige Bocholter seine erste Stelle als Kaplan in Schöppingen an. Vier Jahre lang wirkte er an der Vechte. „Honsel hat damals unheimlich viel bewegt“, weiß Pfarrer em. Wolfgang Böcker. Der engagierte Seelsorger führte zum Beispiel als Erster das „Soziale Seminar“ des Bistums für die Schöppinger durch.
Er war es auch, der seinerzeit den Bau des Jugendheims an der Bergstraße initiierte, eines der ersten überhaupt in der Region.
Für die Ausrichtung eines ersten Pfarrfests zeichnete Honsel 1955 ebenfalls verantwortlich. Bei der Feier habe der Kaplan auf der Kirchplatzmauer gestanden und Trompete gespielt, erzählt Böcker.
Ein Bild, das vielen Schöppingern sicher in Erinnerung geblieben ist, ebenso wie der legendäre Handstand des sportlichen Kaplans auf dem hölzernen Baugerüst am Kirchturm, „oben neben dem Turmkreuz“, so Böcker.
1957 wechselte Bernhard Honsel zunächst nach Wesel, über Essen kam er nach Ibbenbüren. Der Vechtegemeinde fühlte er sich aber weiterhin verbunden: Regelmäßig war er dort zu Besuch, mit vielen Schöppingern stand er in Kontakt.
► Die Messe zur Verabschiedung findet am Dienstag (23. Juli) um 13 Uhr in St. Ludwig in
Ibbenbüren statt. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Zentralfriedhof.

 

 

Nach der Beerdigung auf dem Zentralfriedhof wird zum Kaffee bei Leugermann eingeladen. Man kann vom Grab in 10 Minuten gut zu Fuß zum Hotel gehen. Für die Navigationsgeräte: Ludwigkirche = Groner Allee 50; Zentralfriedhof = Nordstraße 26; Leugermann = Osnabrücker Straße 33

Friedhof - Leugermann

 

Chronik St. Ludwig (Alfred Hovestadt, 2002):

Bernhard Honsel über sich selbst: „Ich wurde 1925 auf einem Bauernhof
in Stenern, in der Nähe von Bocholt, geboren. Nach dem Kriegsabitur
1943 war ich zwei Jahre Soldat. Dann machte ich eine dreijährige
landwirtschaftliche Ausbildung auf dem elterlichen Hof. Ab 1948 studierte
ich in Tübingen und Münster Theologie und bin am 15. August 1953 in
Münster zum Priester geweiht worden. Vier Jahre war ich Kaplan in
Schöppingen, Kreis Ahaus, zwei Jahre Kaplan in Emmerich. Dann war
ich sechs Jahre freigestellt als Bezirksvikar im Bischöflichen Kommissariat
in Wesel für die überpfarrliche Seelsorge am Niederrhein mit dem
besonderen Auftrag des Bischofs, neue Wege zum Menschen zu suchen.
Anschließend war ich für zwei Jahre Bundeskaplan der CAJ mit Sitz in
Essen.“

Bernhard Honsel: „Was fand ich vor – was brachte ich mit?
Als ich nach Ibbenbüren kam, fand ich in St. Ludwig eine solide, in vieler
Hinsicht traditionsbewusste Gemeinde mit spezifischen Chancen und
Schwierigkeiten vor. Diese Gemeinde hatte in der Person ihres ersten
Pfarrers Antonius Wessels die Kirche als sehr menschlich erfahren. Eine
positive Beziehung zum Pfarrer war also vorgegeben. In den ersten
Wochen meines Hierseins haben mir viele Menschen von Wessels erzählt,
und ich bemerkte die große Trauer darüber, dass der beliebte Pfarrer so
früh sterben musste.
Die Seelsorge lebte in den Jahren vor dem Konzil weitgehend von den
Impulsen des Pfarrers und des Kaplans. Im großen und ganzen traf dies
auch für die Seelsorge in St. Ludwig in den fünfziger und sechziger Jahren
zu.
An Gruppen und Gremien bestanden:
Der Kirchenvorstand; einige Jugendgruppen der KJG;
ein Paramentenverein, der bis heute die liturgischen Gewänder für Priester
und Messdiener herstellt, in Ordnung hält und auch Messgewänder
in die Mission schickt;
eine Frauengruppe, die wöchentlich zusammenkommt, um für Leprakranke
zu stricken; und die Legio Mariens.
Kolping und KAB waren überpfarrlich organisiert.
In früheren Jahren hatten auch Gruppen der CAJ und der Pfadfinder
bestanden.
Ich hatte noch keine klare Vorstellung, wohin sich die Gemeinde entwikkeln
sollte und könnte. Aber ich brachte gewisse Überzeugungen und
Vorstellungen mit, die sich im Laufe der Jahre im Lernprozess mit der
Gemeinde bestätigten und verdeutlicht haben.
1953 bin ich zum ersten Mal Joseph Cardijn, dem Gründer der CAJ,
begegnet. Die Begegnung mit ihm hat mich tief beeindruckt, und die Arbeit
in der CAJ in den folgenden Jahren hat meine persönliche Entwicklung
und auch meine Seelsorge stark beeinflusst. Cardijns Konzept kommt in
einem Wort von ihm bildhaft zum Ausdruck. Als er eine neue Stelle antrat,
fragte man ihn, wie er dort „fischen“ wolle: mit der Angel oder mit dem
Netz. Er antwortete: „Ich will zuallererst einmal das Fischwasser gesund
machen.“
Einige Dinge sind mir dadurch bewusst geworden:
Erstens erkannte ich: Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit in der
Gemeinde ist das Klima, das Klima der Offenheit, eine Atmosphäre, in
der jeder sich und seine Meinung akzeptiert weiß, in der die Menschen frei
werden, ihre Meinung zu sagen und zu vertreten. Dadurch wird auf die
Dauer offene Kommunikation ermöglicht.
Das Zweite: Cardijn versäumte auf keiner Veranstaltung zu betonen: „Ihr
Priester dürft nie etwas allein machen. Alles, was ihr tut, müsst ihr
zusammen mit den jungen Arbeitern tun, sie einbeziehen. Ihr müsst mit
ihnen gemeinsam sehen, urteilen, handeln und dann das Handeln überdenken.“
Ich möchte dies das dialogische Prinzip nennen: In allen Fragen die
Menschen, die es betrifft, mit einbeziehen, um sie mitberaten, mitentscheiden,
mitbestimmen und mitverantworten zu lassen. Das bedeutet:
den Menschen, seine Befindlichkeit und seine Meinung ganz ernst zu
nehmen. Ich vertraute auf die Kraft des Dialogs zur Findung der Wahrheit
und des rechten Weges. Ich war bereit, auch in kritischen, umstrittenen
Fragen das Gespräch weiterzuführen und nie meine Meinung gegen eine
Mehrheit eines Gremiums durchzusetzen. Die Erfahrung hat mein Vertrauen
bestätigt. Die dialogische Struktur bezieht sich nicht nur auf den
Dialog der Menschen untereinander. Sie findet ihre Vollendung im
Gottesdienst. Da öffnet sich die Gemeinde für den Anruf Gottes durch
sein Wort, für den Anruf Gottes durch das Leben und die Zeichen der
Zeit. Da gibt die Gemeinde Antwort in Dank und Bitte.
Ein Drittes ist mir durch das Zweite Vatikanische Konzil bewusst geworden.
Auf dem Konzil ist der Glaubenssinn des Volkes in seiner Bedeutung
für das Leben und den Glauben der Kirche wiederentdeckt und herausgestellt
worden. Im ersten Petrusbrief heißt es: „Ihr aber seid ein auserwähltes
Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein
Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten
dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht
gerufen hat“ (Petr. 2,9). An vielen Stellen der Paulusbriefe finden sich
Hinweise auf die verschiedenen Charismen in der Gemeinde: „Ihr habt es
nicht nötig, dass jemand euch belehrt. Ihr seid selbst vom heiligen Geist
unterwiesen.“ Das Zweite Vatikanische Konzil stellte den Bischöfen und
den Priestern die Aufgabe, die Charismen der Gläubigen zu entdecken
und zu entwickeln. Das, was gläubige Menschen denken und fühlen, ist für
den Glauben und das Leben der Kirche wichtig. Es gilt, sie zu ermutigen,
Vertrauen zu fassen zu ihrem eigenen Glauben und sie zu befähigen, davon
zu reden und Zeugnis zu geben. So kann sich eine Theologie des Volkes
entwickeln.
Ein Viertes hat mich bei meiner bisherigen Tätigkeit begleitet: John F.
Kennedy hat ein Wort gesagt, das ich nie mehr vergessen habe: „Manche
Menschen sehen Dinge und fragen: – Warum? – Ich träume Dinge und
frage – Warum nicht?“ Und so habe ich auch Mitglieder unserer Gemeinde
– Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch ältere Leute – aufgefordert:
„Träumen Sie die Zukunft der Kirche und der Menschheit!“ Der Prophet
Joel sagt: „Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure
Alten werden Träume haben, und eure jungen Männer haben
Visionen.“(Joel 3,1) Wir haben miteinander überlegt, was von den
Träumen zu verwirklichen wäre. Diese Träume haben uns manchmal
Türen geöffnet und uns Wege gewiesen, die wir sonst wohl kaum entdeckt
hätten.“

Der rote Punkt – eine Gemeinde unterwegs (1983)

Du führst mich hinaus ins Weite (2010)

Predigten von Bernhard Honsel: Du führst mich hinaus ins Weite, du machst meine Finsternis hell, Ibbenbüren 2010

Gemeinde – Ort der Geschwisterlichkeit
25-jähriges Priesterjubiläum am 20. August 1978

Evangelium: Lk 1,45

Was hier zu Maria gesagt wird, gilt uns allen.

Es ist gar nicht so leicht, zu glauben und ein Leben lang im Glauben weiterzugehen.

In Mariens Leben ist sicher vieles ganz anders gekommen, als sie es sich als junger Mensch gedacht und vielleicht auch gewünscht hat. Es war nicht leicht, Mutter des Herrn zu sein und diesen Jesus von Nazareth auf seinem Lebensweg als Mutter zu begleiten. Maria hat die Herausforderung angenommen bis unter das Kreuz. Und unter dem Kreuz ist sie nicht stehen geblieben in Verzweiflung. Sie ist auch nicht in der Klage geblieben. Sie ist weitergegangen mit der jungen Kirche. Wir nennen sie Mutter des Glaubens.

Der Festtag der Aufnahme Mariens ist mein Weihetag. Wenn ich zurückdenke – auch in meinem Leben ist vieles ganz anders gekommen, als ich es mir gedacht und auch gewünscht habe.

Für mich war es überraschend, dass ich damals diesen Beruf wählte.

Ich habe mir keine meiner Wirkungsstätten ausgesucht.

Es hat in meinem Leben – wie im Leben vieler – Stunden großer Freude, Begeisterung und Erfüllung gegeben, aber auch Stunden und Zeiten tiefer Dunkelheit.

Gott gab mir Kraft, durchzuhalten, weiterzugehen. Dafür möchte ich heute danken.

In der Rückbesinnung ist mir zweierlei besonders wichtig geworden.

Das erste: Gott ist für mich immer größer geworden. Das heißt: Ich habe alle Angst verloren. Aus der Erfahrung meines Lebens kann ich Gott, den Unbegreiflichen, immer sicherer als einen Gott der Liebe bezeugen.

Und weiter: Für mich waren und sind Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Art und mit Menschen, die selber von der Botschaft Jesu ergriffen sind, wichtig. Ebenso wichtig war und ist für mich das Leben in den Gemeinden, in denen ich tätig war und das Leben in dieser Gemeinde, in der ich seit 11 Jahren Pfarrer bin.

Die Sprecher des Liturgiekreises haben gesagt, was für sie Gemeinde bedeutet, und ich kann mich ihnen voll anschließen. Auch für mich ist Gemeinde der Ort der Geborgenheit, der Auseinandersetzung – der Ort, wo ich mich angenommen fühle, so wie ich bin.

Und dafür möchte ich heute danken.

Sicher ist eine Gemeinde angewiesen auf die Glaubensverkündigung der Priester und des Pfarrers. Mir ist jedoch immer klarer geworden, wie sehr ich als Gemeindeleiter mitgetragen werde von dem Glauben der Vielen.

Die Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation geschieht durch die ganze Gemeinde, vor allem durch die Familien.

Ich sehe die Gemeinde, die Kirche an diesem Tag der Besinnung wie eine Knospe, die schon entfaltet ist, die sich immer weiter entfalten will zu größerer Vielfalt.

Ich sehe und erhoffe in Zukunft die Gemeinde Jesu Christi als eine geschwisterliche Gemeinde, in der es kein Oben und Unten gibt, in der auch der Gemeindeleiter als Mensch unter Menschen, als Christ unter Christen mit und in der Gemeinde lebt mit seiner Begabung und seiner besonderen Aufgabe, in der aber ebenso jeder entsprechend seinen Möglichkeiten gefördert und gefordert wird, wo jeder die Chance hat, mitzutun, mitzugestalten und mitzuverantworten.

Ich sehe die Gemeinde der Zukunft als einen Ort der Freiheit, wo keiner unterdrückt wird, als einen Ort der Freude, als einen Ort des Friedens.

Und dass wir immer mehr Gemeinde Jesu Christi werden, wird sich daran entscheiden, ob wir befreit werden füreinander und für Gott.

Denn wo Gott lebt, da verändert sich der Mensch, da verändert sich die Kirche, da verändert sich die Welt.

„Selig bist du, die du geglaubt hast.“

Lasst uns weitergehen in eine unbekannte Zukunft – als gläubige Menschen, als gläubige Gemeinde, in dem Vertrauen, dass Gottes Geist auch morgen uns führen wird.

Herr, sende deinen Geist, dass er alles neu macht! (15-17)

 

Als Volk Gottes unterwegs
40-jähriges Priesterjubiläum am 15. August 1993

Evangelium: Lk 1,39-56

Wenn mein Nachfolger, wenn Du, lieber Martin, mich vor einigen Monaten nicht angesprochen und eingeladen hättest, mit der Gemeinde dieses Fest zu feiern, dann hätte ich etwas verpasst, denn Feste gehören zu unserem Leben. Vor allem Jubiläen sind ein Anlass, sich zu erinnern und wer sich seiner Vergangenheit, seines Weges bewusst ist, gewinnt daraus Kraft und Vertrauen, in die Zukunft zu gehen, in die Zukunft, die immer unsicher ist. So habe ich, das werden Sie verstehen, bewusst meinen Weg erneut bedacht. Viele von Ihnen sind 26 Jahre dieses Weges mit mir gegangen. Und ich möchte Sie einbeziehen in diese Erinnerung, wie ich es vor vierzehn Tagen in meiner Heimatgemeinde in Bocholt mit meinen Verwandten ähnlich getan habe.

Ich habe mich gefragt: Warum bist du eigentlich Priester geworden und warum bist du in diesem Beruf geblieben, trotz mancher Enttäuschung und trotz vieler Schwierigkeiten? Eine Grundlage war sicher das Aufwachsen in einer Familie, in der der Glaube an Gott und das Leben mit der Kirche ganz selbstverständlich war. Doch das Entscheidende war noch etwas anderes.

Ich war zwei Jahre Soldat im Zweiten Weltkrieg, ich kam verwundet zurück aus russischer Gefangenschaft, und erst da erkannte ich wie viele, welch furchtbares Unglück Hitler und die Nationalsozialisten über unser Land und über die ganze Welt gebracht hatten. Und mit anderen fing ich an zu suchen: Wie war das möglich? Und wir fragten uns: Was können wir tun, um eine neue Ordnung zu bauen, dass so etwas nie wieder möglich wird?

1948 ging ich nach Tübingen, ich wollte später in die Politik. Doch ich ahnte, eine gute Politik kann man nur machen, wenn man eine solide, weltanschauliche Grundlage hat. Ich hatte die Möglichkeit, ein Jahr frei zu studieren, und ich studierte Philosophie, Psychologie und Theologie. Durch viele Begegnungen, vor allem durch die Theologie der Tübinger Schule, die ja bis heute in vielfacher Weise von sich reden macht – Professor Küng ist dort -, gewann ich ein neues ökumenisches Bild von meinem christlichen Glauben. Ja, es war mir oft so, als wenn ich das Evangelium ganz neu entdeckte und die Kraft, die darin steckt für uns Menschen, auch für die Welt.

In monatelangen, oft nächtlichen Diskussionen mit den Studenten entwarfen wir Visionen, wie die Kirche nach dem Evangelium eigentlich sein müsste, und Visionen von einem neuen Deutschland, einer guten Politik. In diesem harten Ringen wuchs in mir die Entscheidung, mich ganz dem Dienst des Evangeliums zu widmen und Priester zu werden.

Ein Jahr später ging ich nach Münster zum Studium der Theologie. Es war selbstverständlich: Wenn man Priester werden wollte, zog man in das Bischöfliche Konvikt, Collegium Borromaeum.

Nun erlebte ich Folgendes: Auf der Universität in den Vorlesungen erhielt ich ähnliche Impulse wie in Tübingen und eine solide theologische Ausbildung. Im Konvikt herrschte eine andere Atmosphäre und in der Tat, wie zufällig fand ich vor drei Tagen ein kleines Büchlein und darin Zitate von Päpsten früherer Zeit. Ich will Ihnen nur zwei vorlesen, die anderen sind ähnlich. Gregor XVI., der vor 150 Jahren lebte: „Niemandem kann unbekannt sein, dass die Kirche eine ungleiche Gesellschaft ist, in der von Gott die einen zum Herrschen und die anderen zum Gehorchen bestimmt sind. Diese sind die Laien, jene die Kleriker.“

Und dann Pius X. vom Anfang dieses Jahrhunderts: „Allein das Kollegium der Hirten hat das Recht und die Autorität, zu lenken und zu führen. Die Mehrheit hat kein anderes Recht, als sich führen zu lassen und als folgsame Herde ihrem Hirten zu folgen.“ So dachten nicht nur die Kleriker, so dachten auch die Fürsten und die Könige.

Ja, diese Zitate sind Ausdruck eines Kirchenbildes, das im Mittelalter gewachsen ist und das beim Ersten Vatikanischen Konzil 1870/71 noch einmal ausdrücklich bestätigt wurde. In der Atmosphäre des Konviktes herrschte dieser Geist. Das Wichtigste war, gehorsam zu sein.

Ich empfand das als eine ungeheure Spannung – auf der einen Seite die Vision des Evangeliums und auf der anderen Seite die Wirklichkeit Kirche, die ich dort im Konvikt vorfand. Doch die Vision, die Faszination des Evangeliums war stärker, ließ mich weitergehen und weiter suchen.

Und dann das zweite Vatikanische Konzil: 1958, von Papst Johannes XXIII. überraschend angekündigt. Ich weiß es wie heute, wie wir fast Abend für Abend am Fernsehen oder Radio saßen und gespannt das Konzil verfolgten. Vier Jahre waren alle Bischöfe der Welt und die führenden Theologen je vier Monate in Rom versammelt und berieten über die Frage: „Wie muss unsere Kirche nach dem Evangelium aussehen, damit sie Kirche in der Welt von heute sein und den Menschen dienen kann?“

Das erfreulich Neue: Auf diesem Konzil wurde die Kirche nicht definiert als „Herde, die von Hirten geführt wird“, sondern, wie es in der Bibel steht, „als Volk Gottes unterwegs“, als eine Gemeinschaft von getauften und gefirmten Christen, die alle gleiche Würde und gleiches Recht haben, die grundsätzlich ebenbürtig sind und die alle berufen sind, „die Großtaten Gottes zu verkünden, der uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat“. Auch wurde deutlich gesagt: „In dieser Kirche gibt es unterschiedliche Aufgaben und Ämter, auch das Amt des Leitens.“ Alle, die ein Amt haben, und das gilt ja nicht nur für die Priester, sind zum Dienen berufen und nicht zum Herrschen nach dem Beispiel Jesu, der gesagt hat: „Ich bin unter euch wie einer, der dient.“ Ein wahrlich hoher Anspruch, dem wir nicht leicht entsprechen können.

Zwei Jahre nach dem Konzil, 1967, kam ich als Pfarrer nach St. Ludwig mit dem Auftrag, die Beschlüsse des Konzils in die Praxis umzusetzen, das heißt, mit der Gemeinde Wege zur Erneuerung zu suchen, damit wir wirklich als Kirche der Welt von heute dienen können.

Wenn ich mich umschaue – viele haben es miterlebt, anfangs das tastende Suchen und dann die Jahre intensiver Auseinandersetzung miteinander um den Weg der Gemeinde und auch mit der bischöflichen Behörde um die Gestaltung unserer Kirche, das wachsende Selbstbewusstsein Einzelner, das wachsende Selbstbewusstsein der Gemeinde. Ja, er war aufregend und anstrengend, dieser Weg der Gemeinde unterwegs in der Welt von heute.

Und heute: In der Rückschau erkennen wir erst: Vieles hat sich verändert in der Welt, auf allen Gebieten und in der Kirche – und Zeit kehrt nie zurück. Nicht wenige sind verunsichert, weil sie Vertrautes nicht mehr finden, und manche Amtsträger bis hinauf zum Papst sind in Sorge, die Kirche könne ihre Identität und ihre Einheit verlieren. So glauben sie, den Prozess der Veränderung verzögern zu müssen. Und genau das ärgert die anderen. Sie haben sich eingesetzt und wollen den Prozess der Erneuerung weiterführen. Jetzt fühlen sie sich ohnmächtig.

Das hat seinen Grund; denn die Konzilsväter konnten sich in der Frage des Kirchenbildes nicht einigen. So haben sie einen Kompromiss geschlossen, um die Texte verabschieden zu können. Sie haben das Kirchenbild des Mittelalters und das Kirchenbild der Bibel nebeneinander stehen lassen – das eine, hierarchische und das andere, das die Kirche als Volk Gottes ebenbürtiger Christen mit gleicher Würde und gleichem Recht versteht. Heute stehen wir mitten in dem Ringen um die bessere Gestalt der Kirche, damit wir das Erbe des Evangeliums, das wir empfangen haben, an die nächste Generation weitergeben können.

Schwestern und Brüder, da dürfen wir nicht aufgeben, und das dürfen wir nicht abhängig machen von der augenblicklichen Situation der Kirche. Wenn wir in die Geschichte zurückschauen: nie hatten gläubige Christen solche Möglichkeiten, nie hatten wir solche Freiheiten wie heute. Ich bin zutiefst überzeugt, mehr als vor 40 Jahren: Das Evangelium ist eine kostbare, unerschöpfliche Quelle des Lebens und der Liebe – für den Einzelnen und für die Menschheit. Es kann uns den Weg weisen zu einem erfüllten Leben und zu einem besseren Zusammenleben in dieser Welt, zu mehr Gerechtigkeit. Das Evangelium ist nicht Menschenwerk, es ist Gottes Wort, und es enthält Gottes Kraft. Darum bin ich fest überzeugt: Es wird seine Frucht bringen durch Widerstände hindurch.

Ein Letztes: Am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel bin ich zum Priester geweiht worden. Für mich ist das ein Fest der Hoffnung im doppelten Sinn: Zum einen: Maria, eine junge, jüdische Frau in einer kleinen ländlichen Stadt in Palästina, lebte in schwieriger Zeit. Sie konnte nicht ahnen, was Gott durch sie bewirken wollte. Sie hat sich dem Unerwarteten geöffnet und Ja gesagt. So kann und will Gott heute durch uns wirken – auch Unerwartetes, Wunderbares, wenn wir uns öffnen.

Und zum anderen: Unsere Hoffnung wird nicht mit dem Tod begraben. Wir dürfen hoffen, dass auch unser Leben seine Vollendung findet, wie das Leben Mariens.

Schwestern und Brüder, ich denke, wir haben Grund zu danken für diese Hoffnung, wir haben Grund zu feiern um dieser Hoffnung willen. (29-34)

 

Manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest der Auferstehung
3. Sonntag der Osterzeit, 10. April 2006

Evangelium: Lk 24,13-35 (Auszüge)

Hier in dieser Emmaus-Geschichte wird erzählt: Dennoch geht das Leben weiter, ja mehr noch, im Nachhinein erkennen die beiden den Sinn. Und wie finden sie dahin? Die beiden Jünger kommen miteinander ins Gespräch, nicht über irgendetwas, sondern über das, was sie wirklich bewegt. (128)

Ich habe mich in dieser Woche an eine Begebenheit erinnert, die ich heute als Ostererfahrung deuten kann. Sie liegt mehr als 50 Jahre zurück. Es war am Anfang meines Theologiestudiums 1948, 14 Jahre vor dem Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils. Damals war das geistige Klima in der Kirche sehr eng. Es herrschte ein gesetzliches Denken, und Gehorsam war das oberste Gebot. Ein Beispiel kann das verdeutlichen; der Betroffene hat es mir vor einiger Zeit erzählt:

In seiner Kindheit galt noch das eucharistische Nüchternheitsgebot. Die Älteren werden sich daran erinnern. Nüchternheitsgebot, das hieß: Wer am Sonntagmorgen die Kommunion empfangen will, darf ab Mitternacht weder essen noch trinken. Dieser Mann war damals zehn Jahre alt und sollte am Sonntag zur Erstkommunion gehen. Nachts stand er auf, ging zur Toilette und trank einen Schluck Wasser.

Am anderen Morgen erzählte er das seiner Mutter. Die erschrak, bekam Angst und rief den Pfarrer an. Der erschrak ebenfalls und sagte: „Ich muss den Bischof anrufen und fragen, ob der Junge zur Kommunion gehen kann.“ Er rief den Bischof an. Die Antwort: „Nein, der Junge muss eine Woche warten.“ Für uns ist das heute unvorstellbar.

Damals, am Anfang meines Studiums, war ich in der Gefahr, in dieses enge gesetzliche Denken hineinzuwachsen. Zum Glück hatte ich einen Onkel. Er war Bankkaufmann in Frankfurt und lebte in Distanz zur Kirche, denn als Jugendlicher hatte ein Priester ihn tief enttäuscht. Er kannte mich gut und sorgte sich, ich könnte das freiheitliche Denken, in dem ich aufgewachsen war, verlieren. An einem Wochenende besuchte er mich in Münster, und wir führten heftige Diskussionen. Sein Hauptvorwurf lautete: Die Kirche verurteilt den Liberalismus. Er sagte zu mir: „Bedenke, liber heißt frei. Jesus wollte die Menschen befreien.“ Und er zitierte seinen Namenspatron, den Apostel Paulus, der im Galaterbrief schreibt: „Zur Freiheit hat Christus uns berufen. Lasst euch nicht wieder unter das Joch der Gesetzlichkeit fesseln.“

Durch diesen Besuch meines Onkels ist mir ein Licht aufgegangen. Das habe ich nie vergessen. Er hat mir geholfen, kritischer zu werden und die Freiheit als hohes Gut zu achten, zu leben und zu verkünden – eine Ostererfahrung.

Ostererfahrungen sind so vielfältig wie die Menschen. Das zeigen uns schon die vier Evangelisten. Jeder erzählt andere Geschichten.

Eines ist mir noch wichtig, so paradox es klingen mag: Für mich war die Begegnung mit Sterbenden oft eine Ermutigung zum Leben. Ich habe durch sie Erfahrungen gemacht, die mich in meinem Glauben bestärkt haben, dass der Tod nicht das Ende unseres Lebens ist. (129-131)

 

 

 

Als Pfarrer will man eigentlich Ideale aufzeigen (IVZ 12.12.2011)
1973 gründete Pfarrer Bernhard Honsel die Ehe- und Familienberatung in Ibbenbüren mit dem damaligen evangelischen Pfarrer Gottfried Busse. Im Interview berichtet der fast 86-Jährige über die Anfänge der EFL in Ibbenbüren, über Widerstände und Erkenntnisse seiner langjährigen Arbeit.

Am Anfang war die Kommunikationspraxis (aus: Berd-Jochen Hilberath, Grenzgänge sind Entdeckungsreisen – Lebensraumorientierte Seelsorge und Kommunikative Theologie im Dialog: Projekte und Reflexionen, Grünewald, 2011:

„Als Spezialist für die TZI sollte Pfarrer Bernhard Honsel dafür sorgen, dass die Dogmatik ankommt. (Honsel war durch das Buch „Der rote Punkt“ bekannt für den Gemeindeentwicklungsprozess in Ibbenbüren, für die Kooperation in der dortigen Seelsorgekonferenz und als Initiator der Supervision im Bistum Münster.) Da Bernhard erkrankte, sprang Matthias Scharer ein, damals noch Professor für Religionspädagogik und Katechetik in Linz, mit „vielen Wassern gewaschen“, vor allem ein graduierter TZI-ler!“

 

Die Frohe Botschaft weitererzählen (IDP, 1.12.2004):

Die Anfragen nimmt Pfarrer Bernhard Honsel, der einen der insgesamt 15 Arbeitskreise des Treffens leitet, ernst und versucht zu erklären, warum die Kirche oft so schwerfällig ist: „Die Kirche ist ständig zu reformieren. Die Institution ist wichtig, weil ohne sie keine Idee überleben kann. Der eigentliche Schatz der Kirche ist aber das Evangelium Jesu Christi, nicht die Institution.“

Ob eine Katechese Erfolg habe, sei nicht an den jugendlichen Kirchenbesuchern zu messen: „Junge Menschen wollen sich absetzen. Sie entwickeln eine Anti-Haltung. Dies ändert sich aber im Lauf der Zeit. In der Katechese muss man einen langen Atem haben“, sagt Pfarrer Honsel. Für die Katechetinnen und Katecheten ist das Treffen eine Ermutigung, aber auch ein Dankeschön für das bisherige Engagement. „Heute nehmen in den Ibbenbürener Gemeinden etwa 350 Frauen und Männer ehrenamtlich die Aufgabe der Glaubensverkündigung wahr.

aus: Diakonia 34 (2003):

Gratulation
Am Montag, dem 28. April 2003, hat Pfarrer Bernhard Honsel (Ibbenbüren) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht bekommen. Gewürdigt wird mit dieser Ordensverleihung das langjährige und vorbildliche, weit über die Region hinaus bekannt gewordene Engagement von Bernhard Honsel in Caritas und Pastoral.
Bernhard Honsel gehörte der Redaktion dieser Zeitschrift von 1976 bis 1994 an und hat durch sein aktives Mitwirken, das auch in zahlreichen Beiträgen aus seiner Hand seinen Niederschlag fand, zur Gestaltung des besonderen Profils von DIAKONIA beigetragen.
Die jetzige Redaktion gratuliert dem Ordensträger ganz herzlich.

 

Ein kurzer Blick auf den Beginn des Freckenhorster Kreises (Hans Werners, 1994):

Verschiedene Mitglieder des Konveniats übernahmen die Aufgabe, Mitbrüder anzusprechen, die in ähnlicher Weise dachten. Ich weiß zum Beispiel, daß ich zunächst gesprochen habe mit meinen Nachfolgern als Studentenpfarrer, Kerstiens und Waltermann, mit einer Gruppe um Willi Lammers in Waltrop und mit einer anderen in Ibbenbüren, vornehmlich um Bernhard Honsel. Die Idee wurde von diesen aufgegriffen, und es wurde sofort ein Termin zu einem ersten Gespräch abgemacht. Das geschah am 16.4.1969. Hier trafen sich etwa 40 Priester in der Landvolkshochschule in Freckenhorst.

 

Bernhard Honsel (Datei 3222)

Bernhard Honsel wurde 85

Bernhard Honsel vollendete am Freitag, dem 17. Dezember 2010, sein 85. Lebensjahr!



Bernhard Honsel ist 1925 als siebentes von zehn Kindern auf einem Bauernhof in Bocholt geboren. Nach seiner Priesterweihe 1953 arbeitete er als Kaplan in Schöppingen und Emmerich und als Bezirksvikar im Bischöflichen Kommissariat Niederrhein. 1965-1967 war er Bundeskaplan der CAJ. Von 1967 bis 1990 war er Pfarrer in St. Ludwig und auch nach seiner Pensionierung dort noch tätig. Er ist Supervisor und war in der Aus- und Weiterbildung von Seelsorgern, Lehrern und Erwachsenenbildnern tätig.

 

 

Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 807)

Bernhard Honsels 80. Geburtstag

Zum 80. Geburtstag von Bernhard Honsel –von Alfred Hovestadt

Höret her auf die Geschichte,
die aus Bocholt ich berichte,
denn auf einem Bauernhof
wurd der kleine Bernhard groß


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 808)Wegen seiner großen Tugend
wurde er Kaplan der Jugend,
und er wurde – Dank sei Gott –
auch Kaplan der CAJ


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 809)Jeder gute Mensch sollt wissen,
dass wir n Pfarrer haben müssen!
Denn das Pfarrhaus, das war leer,
also muss ein Pfarrer her.


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 810)Darum schrieb der Bischof dann,
Bernhard Honsel ist der Mann,
Bauernsohn, Kaplan der Jugend,
solche Leute haben Tugend.


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 811)Dieser tugendhaft Mann
fing dann gleich zu basteln an:
Erst einmal im Kirchenraum,
liebe Leut , ihr glaubt es kaum.


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 812)Weiß und Rot und V2A
und dann Plexiglas sogar,
und seit dieser schweren Stund
haben wir den „Roten Punkt“.

Erst gab s Raunen und Gezeter,
denn Geschmack dran hat nicht jeder
an Rot/Weiß und Silberglanz,
doch die Zeit, die geht voran.

Ja, die Zeit, die bracht die Wende,
und, was glaubt ihr, gab s am Ende:
Sohn und Tochter, Mutter, Vata,
alle lieben Sankt Tomata!


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 813)Als s Konzil zu Ende war,
war es allen Leuten klar,
wenn Wind durch Kirche wehen tut,
tut das wirklich allen gut!

Bernhard hat in allen Jahren
mitgebustet und geblasen.
Und so mancher Staub und Flaus
ist aus unsrer Kirche raus!


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 814)Dieser Wind in allen Ecken
tat bestimmt nicht jedem schmecken,
und so schrieben ein ge dann:
„Nich kattuolsk is düssen Mann“!


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 815)Doch klar wohl heute allen ist,
was Du für ein Pfarrer bist,
und ich glaub, Du wirst auch fehlen
in Sankt Ludwig allen „Seelen“


Bernhard Honsels 80. Geburtstag (Datei 816)Nun sind fünfzehn Jahr vergangen
und trotz allem Weh und Bangen
bist Du immer für uns da,
Ja, das ist doch wunderbar!

 

 

 

 

 

 

 

 

Bernhard Honsel (Datei 593)

Auf die Plätze, fertig, los: Bernhard Honsel wird 80 Jahre alt

Einladung 80. Geburtstag Honsel (Datei 594) Einladung zum 80. Geburtstag zum Weitergeben 

Bernhard Honsel (Datei 591)Liebe Freundinnen und Freunde von Bernhard Honsel und St. Ludwig!

St. Ludwig heißt jetzt „Heilig Kreuz“. Natürlich ist die St. Ludwig-Kirche geblieben (wenn es jemandem wichtig ist: sogar als „Pfarrkirche“). Aber die Pfarrgemeinde St. Ludwig ist am 31. Dezember 2004 zusammen mit den Pfarrgemeinden St. Johannes Bosco, St. Modestus Dörenthe und St. Peter und Paul Brochterbeck zur neuen Pfarrgemeinde Heilig Kreuz zusammengelegt worden. Kurz gesagt: Ich glaube, wir haben die Herausforderungen der letzten Monate ganz gut gemeistert!

Aber ich schreibe wegen einer anderen Sache. Wir müssen/möchten nämlich wieder feiern und euch/Sie dazu einladen.

Bernhard Honsel wird am 17. Dezember 80 Jahre alt. 

Bernhard Honsel (Datei 592)Das wollen wir natürlich feiern. Und zwar einen Tag später:

am 4. Adventssonntag, dem 18. Dezember 2005.

Wir beginnen mit der Messe um 11.00 Uhr in der Kirche und laden anschließend zur Begegnung ins Pfarrzentrum ein. Es gibt etwas zu essen und zu trinken und viel Zeit für Begegnungen und zum Erzählen. 

Also bitte: Auf die Plätze, fertig, los nach Ibbenbüren!
Herzlich Willkommen!
Martin Weber