Kirchenkonzert in St. Ludwig

Kirchenkonzert in St. Ludwig

Joh. Seb. Bach: Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen
1. Sinfonia, 2. Chor, 3. Recitativo, 4.-6. Aria, 7. Choral

W. A. Mozart: Requiem
I. Introitus, II. Kyrie, III. Sequenz, IV. Offertorium, V. Sanctus, VI. Benedictus, VII. Agnus Dei, VIII. Communio

So. 15. 11. 2015, 18.00 Uhr
St. Ludwig Ibbenbüren
Sa. 21. 11. 2015, 20.00 Uhr
St. Martini Münster

 

Ausführende:
Juliane Schenk Sopran
Carola Göbel Alt
Sang-Myung Shim Tenor
Kyong Mo Seong Bass

Chorgemeinschaften
St. Ludwig Ibbenbüren
St. Martini Münster
St. Lamberti Münster
Musica viva-Orchester Ibbenbüren

Gesamtleitung:
Ralf Junghöfer


 

Johann Sebastian Bach: „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“
Die Kantate ist für den dritten Sonntag nach Ostern (Jubilate) bestimmt, sie greift den Text des Evangeliums des Tages auf: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. Ihr habt nun Traurigkeit, aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ (Joh 16, 16-23) Die Kantate zeichnet den Weg von der Traurigkeit zur Freude nach, jedoch nicht bis zum unbändigen Jubel, da sich die Freude erst im Reich Gottes einstellen wird.

Wolfgang Amadeus Mozart: „Requiem“ (KV 626)
„da der Tod, genau zu nehmen, der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, dass sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sonders recht viel beruhigendes und tröstendes! und ich danke meinem Gott, dass er mir das Glück gegönnt hat mir die Gelegenheit zu verschaffen, ihn als den schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen“ (Mozart in einem Brief an seinen Vater vom 4. April 1787) Mozarts letzte Komposition, das Requiem, gilt als eines der größten Werke des Komponisten, obwohl es nur zu etwa zwei Drittel von Mozart selbst komponiert wurde, denn Mozart starb während der Arbeit an dieser Komposition. Am 10. Oktober 1791 beginnt Mozart mit der Komposition der Totenmesse. Bereits am 20. November wird er bettlägrig. Am 5. Dezember 1791 stirbt Mozart. Konstanze Mozart, seine Witwe übergab Joseph Eybler die unvollendete Komposition der Totenmesse zur Komplettierung. Doch dieser lehnte nach wenigen kompositorischen Ansätzen ab, und sie wandte sich an den Mozart-Schüler und -Freund Franz Xaver Süßmayr, der die Komposition zu Ende führte. Der zeitliche Zusammenhang der Komposition der Totenmesse mit dem frühen Tod Mozart’s, ist immer wieder Gegenstand üppiger Mythen.


 

Chorgemeinschaft St. Ludwig
Im Jahre 1953 wurde der Chor der Ludwigkirche gegründet. Aus bescheidenen Anfängen entfaltete der Chor sehr bald eine Wirksamkeit, die über den Rahmen eines regionalen Gemeindechores hinausging. In Gottesdiensten in der Ludwigkirche, im Fernsehgottesdienst Pfingsten 1973 und auf diversen Katholikentagen zeigte der Chor sein Können. Darüber hinaus fanden Konzerte mit Werken großer Meister statt. Das Weihnachtsoratorium von Bach, der Messias von Händel, die Carmina Burana von Orff, die Krönungsmesse und die c-moll Messe von Mozart, die Paukenmesse von Hayden, um nur einige zu nennen. Der Ludwigchor mit 40 Sängerinnen und Sängern wird seit Juni 2014 von Ralf Junghöfer geleitet.

Chorgemeinschaft St. Martini
Die Chorgemeinschaft St. Martini wurde bereits im Jahr 1922 als gemischter Chor gegründet und zählt derzeit 45 aktive Sängerinnen und Sänger. Auf dem Programm stehen vornehmlich geistliche Werke aus allen Epochen. Neben den musikalischen Gestaltungen der Gottesdienste – insbesondere an den Hochfesten – stehen auch regelmäßige konzertante Aufführungen auf dem Programm. In der Vergangenheit gab es schon zahlreiche musikalische Höhepunkte, so die Aufführungen der Matthäus-Passion v. Joh. Seb. Bach, des Deutschen Requiems v. Joh. Brahms, Stabat Mater, der Johannes-Passion v. Joh Seb. Bach, Magnificat v. Rutter, Weihnachtsoratorium v. Saint-Saens, Requiem v. J. Verdi, Paulus-Oratorium v. Mendelssohn-Bartholdy und das War Requiem von Bejamin Britten. Mit Ralf Junghöfer konnte die Chorgemeinschaft St. Martini einen hervorragenden Chorleiter gewinnen, der bereits seit 1992 die Chorgemeinschaft St. Martini leitet.

Chorgemeinschaft St. Lamberti
St. Lamberti, 1883 ins Leben gerufen, war zunächst ein reiner Männerchor, dann, im Wandel der sich ändernden Gesellschaft, schließlich ein gemischter Chor. Zusammengesetzt aus Sängerinnen und Sängern aus allen Teilen Münsters, widmet sich der Chor unter der Leitung ausgesuchter Dirigenten der traditionellen Chorliteratur sowie neueren Werken. Die Aufgaben der Chorgemeinschaft finden sich hauptsächlich in der Mitgestaltung der Liturgie, aber auch konzertante Aufführungen kommen nicht zu kurz. Diese bewegen sich vom Duruflé Requiem bis zur `Vesperae Solennes de Confessore` von W.A. Mozart. In früheren Zeiten gehörten auch Auftritte mit weltlicher Musik zur Unterstützung des Militärmusikfestivals in der Halle Münsterland zum Programm. Im Jahr 2012 übernahm Herr Alexander Toepper den Dirigentenstab und leitet seitdem die Chorgemeinschaft St. Lamberti mit einer ausgesuchten Auswahl kirchenmusikalischer Werke. Eine ausgewogene Mischung der Chorliteratur wird auch in Zukunft eine sichere Basis für den Fortbestand von Gottes Werk in musikalischer Form sein.

Musica viva-Kammerorchester
Das Orchester Musica viva hat seinen Sitz in Ibbenbüren und wird von Renate und Heiner Vornhusen organisiert Es besteht seit dem Jahre 1999 uns ist aus dem ehemaligen Kammermusikkreis Agnes Wiemann, Osnabrück erwachsen. Sein Repertoire umfasst ein reichhaltiges Spektrum an Instrumental- und Vokalmusik sämtlicher Musikepochen Kantaten, Passionen, die großen Oratorien und Messen von Joh. Seb. Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy bis John Rutter sowie zahlreiche Solokonzerte und klassische Sinfonien wurden in geistlichen oder weltlichen Konzerten zur Auführung gebracht. Seine Mitglieder sind professionell ausgebildete Musikerinnen und Musiker. Sie bilden die Stammbesetzung des Orchesters Musica viva, wobei die Förderung und Integration junger Musikstudentinnen und -studenten in seinen Zielsetzungen verankert ist.


Ralf Junghöfer

Ralf Junghöfer
Ralf Junghöfer wurde 1964 in Lünen geboren. Er studierte Kirchenmusik an der Folkwang- hochschule in Essen mit dem Schwerpunkt Orgel, Klavier, Cembalo, Gesang und Dirigieren (Orgel bei Prof. Zacher), Abschluss des A-Examens. Im Anschluss daran absolvierte er ein Dirigierstudium bei Prof.J. Houtmann und Prof. David de Villiers mit dem Abschluss des Konzertexamens. Er besuchte Meisterkurse bei E. Kooimann (Amsterdam) und Daniel Roth (Paris) sowie Karl Österreicher (Wien).
1992 Leiter der Chorgemeinschft St. Martini in Münster
1995 – 2011 Kantor an St. Mauritius Ibbenbüren
2003 – 2008 Leiter der Sudetendeutschen Musiktage in Bayern
2005 Leiter Laerer Madrigalchor, Leiter der Laerer Pfingstkonzerte
2008 – 2013 Leiter Städtischer Musikverein Coesfeld
2014 Leiter der Chorgemeinschaft St. Ludwig Ibbenbüren

Juliane SchenkJuliane Schenk, Sopran
geboren in Steinfurt. Als Solistin am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Stadttheater Fürth, am Theater Hof, am Theater Nordhausen und am Theater Plauen-Zwickau sang Juliane Schenk zahlreiche Rollen ihres Fachs. Deutschlandfunk portraitierte die Sängerin in einem Radiofeature („Eine exzellente Sängerin“, DLF 2011)
Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme war sie u.a. als Fiordiligi (Cosi fan tutte), Donna Elvira (Don Giovanni), Rosalinde (Die Fledermaus), Agathe (Der Freischütz), Rosina (Der Barbier von Sevilla), Madeleine (Ball im Savoy), Eurydike (Orpheus in der Unterwelt, Offenbach), Titania (Ein Sommernachtstraum, Britten), Lola Blau (Heute Abend: Lola Blau), Großherzogin von Gerolstein (Offenbach), 1.Dame (Zauberflöte), Arminda (Die Gärtnerin aus Liebe), Wirtin (Im weißen Rössl) und als Wellgunde (Der Ring an einem Abend, Wagner/Loriot) zu hören. Neben der Oper widmet sich die Sopranistin auch dem Lied und konzertanten Werken. Das Konzert für Koloratursopran und Orchester Op. 82 des russischen Komponisten Reinhold Glière fand 2011 ein überaus positives Echo in der Presse. Lieder des französischen Komponisten Henri Duparc präsentierte sie 2014 in Weimar mit den Jenaer Symphonikern. Zusammen mit dem Gitarristen Franz Hartmann widmet sich die Sängerin seit 2013 den Liedern des Puerto-Ricaners Ernesto Cordero, die das Duo dieses Jahr auf CD eingespielt hat.  Ihr Studium absovierte Juliane Schenk in Köln, Lyon und Weimar, und schloss es mit dem Konzertexamen ab.

 

Carola GöbelCarola Göbel, Alt
Ihr wandelbarer Alt zeugt von einem groß facettierten Klangreichtum. Klassischen Werken verleiht sie eine eigene, unmissverständliche Gestalt und lässt sie zu gefühlvollen Interpretationen werden.  Carola Göbel wurde im westfälischen Lippstadt geboren, wo sie bereits sehr früh in Chören und Vokalensembles künstlerisch geprägt wurde. Ab 1995 folgte eine solistische Gesangsausbildung bei Detlef K. Zywietz, Dozent an der Folkwanghochschule Essen. Sie hat sich in den vergangenen Jahren zu einer gefragten Lied- und Oratoriensängerin entwickelt und gastiert seitdem sowohl solistisch als auch chorisch im In- und Ausland. Ihr umfangreiches Repertoire, dessen Schwerpunkt auf geistlicher Musik des Barock und der Klassik liegt, umfasst Werke von der Frührenaissance bis zur modernen Kirchenoper. Carola Göbel ist festes Mitglied des Soloquartetts der Vestischen Vokalsolisten und der Gächinger Kantorei Stuttgart. Im Verlauf ihrer regen Konzerttätigkeit arbeitete sie bereits mit Dirigenten wie Frieder Bernius, Masaaki Suzuki, Alexander Liebreich,Olari Elts, Jeffrey Tate, Helmuth Rilling und Hans Christoph Rademann zusammen.

Sang-Myung ShimSang-Myung Shim, Tenor
Sang-Myung Shim (Tenor) wurde 1991 in Daegu, Südkorea geboren. Ersten Gesangsunterricht erhielt er von seinem Vater, der Professor für Gesang an der Universität Gyeongbuk ist. Dort besuchte er das Kunstgymnasium und gewann 2007 den 3. Preis in einem Gesangswettbewerb der Schule. 2009 konnte er im Sejong-Gesangswettbewerb in Seoul den 2. Preis gewinnen. Seit 2011 studiert er klassischen Gesang an der Musikhochschule Münster bei Frau Prof. Annette Koch und konzertiert in und außerhalb Münsters als Solist in Opern, Messen und Oratorien. So sang er unter anderem bei den Schlossfestspielen in Wernigerode die Rolle des Hans in Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“, trat als Podesta in Mozarts „Die Gärtenerin aus Liebe“ auf und gastierte in Kassel als Raimondo in Fedelis Oper „Almira“. Als Tenorsolist wirkte er in Beethovens 9. Symphonie, in Gounods Cäcilienmesse, in Mendelssohns Elias, in Mozarts Requiem und in Bachs  Weihnachtsoratorium mit. Shim macht voraussichtlich 2016 seinen Bachelor-Abschluss.

 

 

Kyongmo SeongKyongmo Seong, Bass
ist in Cheong-Ju (Südkorea) geboren. Der koreanische Bass-Bariton entdeckte seine Liebe zur Musik schon sehr früh. Während seiner Gymnasialzeit gewann er mit seinem Chor als Dirigent an der Gangnam Universität (Seoul) den 1. Preis. Nach dem Abitur begann er an der Gangnam-Universität in Seoul mit dem Gesangsstudium. Während dieser Zeit sammelte er bereits zahlreiche Bühnenerfahrungen. Zu den Partien, die er gesungen hat, zählen Colline (La Boheme) 2006 an der Kyung-Won Universität, Bote (La Traviata) Alfonso (Cosi fan tutte) 2007 an der Oper Sungnam, Rigoletto (Rigoletto) 2007 an der Kyung-Won Universität, Belcore a(L‘ Elsir d‘ more) 2008 am Artcenter Masan. Von 2006 – 2008 war der junge Sänger Stipendiat der Kyung-Won Universität. 2008 gewann er im Gesangswettbewerb des „Korea Musikzeitungsverlag“ den 2. Preis, im selben Jahr schloß er sein Studium mit „Bachelor of Music“ erfolgreich ab. Herr Seong lebt seit Herbst 2009 in Deutschland. Seit 2010 studiert er an der Musikhochschule Münster bei Frau Prof. Annette Koch Gesang. Neben seiner Konzerttätigkeit war er auch an verschiedenen Opernproduktionen zu hören: Wassermann (Rusalka) 2011 an der Musikhochschule Münster, Alfonso (Cosi fan tutte) ebenda, Kecal (verkaufte Braut) Sept. 2013 an der Freilichtaufführung auf Burg Warberg, wie auch im Sommer 2014 an den Werningerröder Schloßfestspielen verkörpert. In Paris gewann er 2015 den 2. Preis des Concours International Leopold Belan.

 

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