25. Gemeindefahrt - ein Bericht

25. Gemeindefahrt – ein Bericht

Heilig Kreuz on tour – Unsere Gemeindefahrt in 2019

Reisebericht über die 25. Gemeindefahrt vom Dienstag, 25. bis Samstag, 29. Juni 2019 in die Region „Taunus“ mit dem Zielort Bad Homburg vor der Höhe.

1. Tag – Dienstag, 25. Juni „Gemeinsam Ankommen“
Abfahrt um 07.00 Uhr vom Strier-Betriebsgelände. Alle Teilnehmer waren pünktlich! Unseren Busfahrer Christophe Kuzio kannten wir schon von früheren Fahrten. Nach kurzer Begrüßung und ein Morgengebet ging es auf die Autobahn. Die Frühstückspause wurde in der Raststätte „Siegerland West“ eingelegt. Weiter ging die Fahrt über die 1.050 Meter lange Siegtalbrücke mit Blick auf Siegen im Tal und weiter durch das landschaftlich schöne Siegerland unserem nächsten Ziel „Bad Nauheim“ entgegen.

Bad Nauheim mit seinen Brunnen, dem Sprudelhof, den alten Badehäusern und Räumlichkeiten im Jugendstil mit Uhrentürmen und Arkaden waren sehr sehenswert. Wenn es nicht so heiß gewesen wäre! Also wurde der Besichtigungsplan etwas gekürzt. Nach anschließender Freizeit ging es auf eigene Erkundungen oder man suchte Abkühlung bei einer großen Portion Eis.

Unser Hotel und Unterkunft auf Zeit in Bad Homburg vor der Höhe erreichten wir nach kurzer Fahrt, wo wir später vom Hoteldirektor mit einem Glas Sekt begrüßt wurden. Ein leckeres Abendbuffet in angenehmer Tischrunde beendete den offiziellen Teil des Tages.
Später gingen noch einige Teilnehmer auf Suche nach dem Bus, teils durch den schönen Kurpark, teils irrten auch Einige links und rechts die Straße entlang um dann doch noch in den Genuss der obligatorischen Reisemedizin zu gelangen.

2. Tag – Mittwoch, 26. Juni „Bad Homburg entdecken“
Nach einem reichhaltigem Frühstück und einem Ständchen für unser Geburtstagskind starteten wir um 09.30 Uhr mit zwei Fremdenführerinnen in den neuen Tag. Immer den nächsten Schattenplatz suchend begann unser kleiner Stadtrundgang.

Wir sahen die Häuser oder die übrig gebliebenen Fassaden ursprünglich reicher Homburger Bürger, hörten Anekdoten von ihnen aus der kaiserlichen Zeit, von Hölderlin, dem Prinzen von Homburg, dem französischem Brüderpaar Blanc – den Begründern des Spielkasinos, von Kaiser und Königinnen aus aller Welt, von Künstlern und Hochadel.
Alle Welt war schon in Bad Homburg! Bad Homburg ist eine Kurstadt mit historischen Bauten, Naturdenkmälern, einem denkmalgeschützten Kurpark und ist gleichzeitig ein namhafter Wirtschaftsstandort.

Wir besuchten die katholische Marienkirche mit ihren besonderen Fenstern und dem Seitenaltar. Einen besonderes imposanten Blick hatten wir beim Aufgang zum Schloss mit der schönen Gartenanlage, den besonderen marokkanischen Zedern davor. Auch das Wahrzeichen von Bad Homburg, der „Weiße Turm“ aus dem aus dem 14. Jahrhundert im Innenhof des Schlosses mit seinen insgesamt 174 Stufen wäre erklimmenswert wegen seiner wunderschönen Fernsicht gewesen, aber es war uns allen dann doch zu heiß um diese Mühe auf uns zu nehmen, also starteten wir zur Schlossbesichtigung.
Im „Englischem Flügel“ besichtigten wir die damalige Wohnung der Prinzessin Elisabeth von Großbritannien und Irland und ihrem Gemahl Friedrich den VI. Die als englische Prinzessin geborene Elisabeth lebte hier bis zu ihrem Tod 1840. Ihre Wohnungseinrichtung vermittelt einen Eindruck von Elisabeths vielen künstlerischen Interessen sowie dem aristokratischen Leben im 17. Jahrhundert.

Die Schlosskirche ist in einem Flügel des Schlosses als Hallenkirche gebaut. Nach ihrer Einweihung im Jahre 1697 war die Schlosskirche bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugleich evangelisch-lutherische Stadtkirche. Heute wird sie als Konzertsaal genutzt. Das Schloss bestückt mit original Möbeln im barocken Stil ist ein wirkliches Kleinod

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Abendessen und Tagesausklang in mehr oder weniger großen Runden.

3. Tag – Donnerstag, 27. Juni 2019 „Tagesausflug nach Frankfurt“
Nach dem Frühstück und den üblichen Abfahrtsritualen ging über die A 661 nach Frankfurt am Main. Frankfurt hat viele, große Partnerstädte in aller Welt. Es ging vorbei an den bekannten Hochhäusern, der Bundesbank mit den Goldreserven, dem hessischem Rundfunk, der deutschen Bibliothek. Frankfurt ist auch die Geburtsstadt von Goethe. Apfelwein und Grüne Soße fallen uns ein, wenn man an diese Stadt denkt.

Frankfurt: erst Reichsstadt, dann Bankenstadt, Museumsstadt mit Römerberg und Kaiserdom, einer mit originalgetreuen rekonstruierten Häusern erbauten Altstadt, nicht zu vergessen Goethes Geburtsstadt, Universitätsstadt und dann auch noch Millionenstadt.

Auf zum Palmengarten! Ein Pflanzenparadies mitten in der Millionenstadt mit großem Erholungswert. Hier kann man es aushalten und die Seele baumeln lassen. Nach einem Geburtstagstrunk am Bus startete die ganze Mannschaft zurück nach Bad Homburg, wo auf dem Rückweg die Fragen-, und Beurteilungsbögen mit dem Fahrtvorschlag für die „Gemeindefahrt 2020“ verteilt wurden. Im Hotel hatten wir noch genügend Zeit uns für das Abendessen frisch zu machen und den Abend ausklingen zu lassen. Als Überraschung gaben frisch gebackene Großeltern noch einen Drink auf den kleinen Leon aus.

4. Tag – Freitag, 28. Juni 2019 „Taunus Rundfahrt mit Feldberg und Limburg“
Frühstück, 09.00 Uhr Start in den Tag mit einer kleinen Rundfahrt durch den Kurpark. Vorbei am Casino, den Kunstwerken im Park und den schönen alten Häusern mit schönen alten Häusern mit teilweise sehr schönen eisernen Balkonen.

Das Wetter ist angenehm.
Kurze Autobahnfahrt mit Blick auf den Feldberg der zu erklimmen ist mit dem Bus.
Feldberg mit Fernsehturm und normalerweise grandiose Fernsicht, nur heute nicht. Die Feldbergstrecke ist bei Bikern wegen seiner vielen Kurven sehr beliebt.
Wir fahren weiter durch die landschaftlich schöne Gegend mit einem weiten Tal, der Kornkammer Hessens auf dem Weg nach Limburg an der Lahn, die Kreisstadt.

Ein alter Altstadtkern in Fachwerk. Verwinkelte und schiefe, teils reichhaltig verzierte Fachwerkhäuser, krumme Gassen, altes Kopfsteinpflaster, viele Fotomotive, sowie die üblichen Lädchen und Cafés, nur eben uriger.

Der Limburger Dom, nach seinem Schutzpatron ST. Georg auch Georgs Dom genannt, ist die Kathedralkirche des Bistums Limburg und thront oberhalb der Altstadt von Limburg an der Lahn neben der Burg Limburg. Die hohe Lage auf dem Kalkfelsen oberhalb der Lahn sorgt dafür, dass der Dom weithin sichtbar ist. Er hat sieben Türme, mehr als jede andere Kirche in Deutschland. Der Bau ist eine gelungene Verschmelzung romanischer und frühgotischer Baukunst. Im Inneren schöne Wandmalereien und Fresken.

Ein besonderes Highlight war ein Gespräch mit Handschlag bei einer kurzen Begegnung mit Herr Georg Bätzig, dem Bischof von Limburg mit einem unserer Teilnehmer, was natürlich auf einem Foto festgehalten wurde.

Weiterfahrt zum Hessenpark, ein Freilichtmuseum in Neu-Anspach im Hochtaunuskreis.
Freizeit und Kaffeepause am Marktplatz mit seinem Lädchen, Apotheke, Friseursalon, Bäckerei und Metzgerei, etc. aus uralten Zeiten. Die vierhundert Jahre alte Geschichte Hessens lässt sich hier noch einmal aufleben und erleben.

Die Rückfahrt an der Saalburg einem Römerkastell vorbei nach Bad Homburg zeigte uns noch einmal die Skyline von Frankfurt.

Der Abend verging wie üblich, nur das wir auch an das Kofferpacken denken mussten.

5. Tag – Samstag, 28. Juni 2019 – „Heimreise mit Stopp in Rüdesheim am Rhein“
Pünktlich wie immer! Frühstück, Reisegepäck verladen und Abfahrt. Alle sind guter Dinge. Ein letzter Blick auf die Skyline von Frankfurt und den Feldberg und das Einsammeln der ausgefüllten Beurteilungsbögen.

Ein kurzer Aufenthalt am Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim mit der Statue der Germania. Das Denkmal soll an die Einigung Deutschlands von 1871 erinnern. Auf dem Sockel auf dem die Germania steht, befindet sich die Inschrift.

„ZUM ANDENKEN AN DIE EINMUETHIGE SIEGREICHE ERHEBUNG DES DEUTSCHEN VOLKES UND AN DIE WIEDERAUFRICHTUNG DES DEUTSCHEN REICHES 1870-1871“.

Anschließend Zeit zur freien Verfügung in Rüdesheim mit Imbiss und mit Auswertung der abgegebenen Beurteilungsbögen.

Danach zügige Weiterfahrt rheinabwärts bis Koblenz. Auf der einen Seite die Weinberge, auf der anderen der „Vater Rhein“ und fast wie Perlen auf der Kette die vielen Burgen.

Ab Koblenz auf die Autobahn Richtung Heimat, mit einem Halt für Toilette, Kaffe und Reisemedizin.

Mein Resümee; Es war eine wirklich erlebnisreiche Fahrt mit vielen schönen Eindrücken, netten und liebenswerten Menschen, so dass man fast schon von einer tollen Gemeinschaft sprechen kann. Vielen Dank.
Ibbenbüren, 29 Juni 2019 / Sigrid Runde