Almhütte: Segnung des Gipfelkreuzes

Almhütte: Segnung des Gipfelkreuzes

Am dritten Adventssonntag (17. Dezember 2017) um 16 Uhr segnen die Pfarrer Reinhard Lohmeyer und Martin Weber in einer kurzen ökumenischen Feier das neue Gipfelkreuz an der Almhütte (Dörenther Berg/Hockendes Weib) ein. Hüttenwirt Horst Gövert hat das Kreuz in wochenlanger Arbeit selbst errichtet und bietet ein kleines Begleitprogramm an.

Horst Gövert: „Das Keltenkreuz ist ein Begegnungskreuz aus Douglasie. Dieses Holz ist sehr langlebig. Die Verzierungen hat der Holzkünstler Holger Döpke aus Hannover gemacht. Was das Kreuz für mich bedeutet ist zum einen, dass mein Vater hier zu Hause ist . Zum andern ist es mein fester Glaube, in der heutigen Zeit, wo Menschen das Miteinander und den Glauben zu verlieren scheinen, für uns hier, wo wir alle leben, Zeichen zu setzen. Zum Schluss sei noch gesagt, dass meine Frau Edith eine Schottin ist und die Almhütte im nächsten Jahr 85 wird . All dies sind die Gründe dafür gewesen, das Kreuz aufzustellen‼‼“

Wikipedia: Ein KeltenkreuzHochkreuz oder irisches Kreuz ist ein Element der frühmittelalterlichen und mittelalterlichen sakralen Kunst im keltischen Kulturraum der britischen Inseln und Irlands (CornwallIrlandIsle of ManSchottlandWales). Es ist ein Balkenkreuz mit verlängertem Stützbalken (lateinisches Kreuz), meist aus Stein gehauen, bei dem um den Schnittpunkt der Balken ein Ring liegt. In der Heraldik wird diese Form, die sich im Volkstum bis nach Schweden (Mittsommerkreuz) verbreitet hat, als Radkreuz bezeichnet. Die ursprünglichen irischen Hochkreuze fanden sich nicht auf Grabstätten, sondern markierten dekorativ ein besonderes Gebiet oder heiliges Land. Sie waren auch regionale gesellschaftliche Treffpunkte, um die herum Feiern abgehalten wurden.

 



Fürbitten zur Segnung des Gipfelkreuzes an der Almhütte – 17.12.2017

 

 ˜ Der Hermannsweg hier ist einer der schönsten Höhenwanderwege Deutschlands. Viele Menschen, besonders auch aus den Niederlanden, nutzen ihn zur Erholung.

Mögen Kreuz und Hütte hier Rast und Besinnung ermöglichen und buchstäblich einen neuen Ausblick auf die Alltagswelt der Menschen.

Gott, unser Vater… (Wir bitten dich: Erhöre uns!)

 

˜ Nebenan ist das „Hockende Weib“. Die Sage erzählt von einer Mutter, die sich für ihre Kinder aufopfert.

Wir bitten für alle, die sozial sind, die sich um ihre Mitmenschen kümmern, die sich anrühren lassen vom Leid der anderen, die Zeit und Leben opfern.

Gott, unser Vater…

 

˜ Historisch erinnert der Hermannsweg an Arminius, „Hermann den Cherusker“, der vor 2000 Jahren die drei Legionen des römischen Feldherrn Varus niedergemetzelt hat. Er steht für Freiheit aber auch für Tod und Brutalität.

Wir bitten darum, dass Menschen mit ihrer Heimat und mit ihren Traditionen geachtet werden. Und dass keiner meint, den anderen unterdrücken zu dürfen.

Gott, unser Vater…

 

˜ Nicht weit von hier sind 29 Menschen beerdigt, der jüngste von ihnen 17 Jahre alt, die 1945 in sinnlosen Kämpfen hier am Berg gestorben sind.

Wir denken an die Toten der vielen Kriege in unserer Welt.

Und wir bitten um Frieden.

Gott, unser Vater…

 

˜ Seit 1975 hat Opa Günter die Almhütte betrieben. Vor gut einem halben Jahr ist er gestorben.

Wir bitten für ihn und für alle unsere lieben Verstorbenen.

Gott, unser Vater…

 

˜ Das Kreuz ist ein christliches Symbol, es soll hier ein offenes Zeichen der Begegnung zwischen Menschen aller Kulturen und Religionen sein. Wie ein altes keltisches Hochkreuz markiert es „heiligen Boden“.

Möge dieser Platz frei sein von Unfriede und Zwietracht. Möge er beitragen zu Begegnung und Verständigung. Möge er eine Oase und ein Labor sein, gemeinschaftliches und verantwortliches Leben neu zu testen und kraftvoll mitzunehmen.

Gott, unser Vater…