Die Stellungnahme der kfd zur "Ehe für alle"

Die Stellungnahme der kfd zur „Ehe für alle“

kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil © kfd/Kay Herschelmann
 Zur aktuellen Diskussion um die Öffnung der „Ehe für alle“ bezieht die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. Stellung:

Die kfd ist eine starke Gemeinschaft von Frauen. Sie ermöglicht die Erfahrung von Gemeinschaft und Werteorientierung und bietet eine Heimat an, unabhängig davon, in welcher Lebensform Frauen leben.

Dabei setzt sich die kfd vor allem für den besonderen Schutz der Familie ein. Kinder wachsen heute in den unterschiedlichsten Familienkonstellationen auf. Insbesondere aus Sicht der Kinder verdient jede Familienform Anerkennung, Zuspruch und rechtliche Absicherung.

Die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil sagt: „Die kfd weiß um die besondere Thematik gleichgeschlechtlicher Lebensformen in Gesellschaft und Kirche. Sie setzt sich für einen respektvollen Umgang ein und widerspricht jeder Ausgrenzung. Christliche Werte wie Liebe, Verbindlichkeit, Treue und Verantwortung werden auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen gelebt.“

Aus Sicht des kfd-Bundesverbandes spricht nichts gegen eine rechtliche Gleichstellung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe.

Als Problem betrachtet die kfd aber die mit einer so genannten „Ehe für alle“ verbundene Umdeutung des Begriffs der Ehe.

Die kfd regt zur Diskussion darüber an, ob es sinnvoll und zielführend ist, unterschiedliche Formen des Zusammenlebens und zugleich unterschiedliche Eheverständnisse mit dem gleichen Begriff zu bezeichnen.

Die kfd verweist auf die hohe Bedeutung des sakramentalen Eheverständnisses: Nach ihm ist die von einer getauften Frau und einem getauften Mann geschlossene Ehe eine Grundform menschlichen Zusammenlebens. Sie ist auf Nachkommen angelegt und ein besonderes Zeichen der Gemeinschaft Gottes mit den Menschen.

Aus Sicht der kfd sollte es weitere Möglichkeiten der pastoralen und geistlichen Begleitung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften sowie gottesdienstlicher Feierformen geben.

Quelle: aktuelle Pressemitteilung vom kfd Bundesverband vom 29. Juni 2017