Einladung zum Weltgebetstag

Einladung zum Weltgebetstag

Weltgebetstag 2014: Hoffnung für Ägyptens Frauen

In rund 170 Ländern weltweit feiern Menschen am

Freitag, den 7. März 2014

den Gottesdienst von Christinnen aus Ägypten. Sein Thema: „Wasserströme in der Wüste“.

Frauen aus St. Ludwig, St. Mauritius und der Christusgemeinde haben gemeinsam den Gottesdienst vorbereitet und laden alle Interessierten um 

15.00 Uhr                  Einstimmung in den Weltgebetstag und Kaffeetrinken im                                                 Pfarrheim St. Mauritius

17.00 Uhr                 zum Gottesdienst  in der Mauritiuskirche

Seit dem Sturz seines damaligen Präsidenten Mubarak vor rund drei Jahren kommt Ägypten nicht zur Ruhe. In dieser politischen und gesellschaftlichen Umbruchszeit steht das Land am Nil im Mittelpunkt des Weltgebetstags 2014. Rund um den Erdball werden Menschen am Freitag, den 7. März 2014, den von ägyptischen Christinnen verfassten Gottesdienst feiern. Ihre Bitten sind hochaktuell: Für alle Menschen in Ägypten – ob christlich oder muslimisch – „sollen sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie Wasserströme in der Wüste“ (Bibelstelle: Jes 41,18ff.).

Weltweit engagieren sich Menschen in der ökumenischen Basisbewegung „Weltgebetstag“ für globale Solidarität und die Menschenrechte von Frauen und Mädchen. „Wir loben Gott, dass die Ägypterinnen und Ägypter sich trotz allem miteinander verbunden fühlen: nicht nur Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen, sondern auch die christliche Bevölkerung und die vielen moderaten Muslime. Gemeinsam hoffen wir auf Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Menschen in Ägypten!“ so die eindrückliche Botschaft von Mary Massoud, einer der Weltgebetstags-Frauen aus Ägypten. Allein in Deutschland werden hunderttausende Gottesdienst-Besucherinnen und -Besucher erwartet, die sich dieser Hoffnung anschließen.

Rund ums Wasser kreist der diesjährige Weltgebetstag mit Titel „Wasserströme in der Wüste“: Wasser ist eine gefährdete Ressource in Ägypten, einem der wasserärmsten Länder überhaupt. Es ist auch ein Symbol der Hoffnung für Ägyptens rund 10 Prozent christliche Bevölkerung. Immer wieder sind sie Ziel von gewaltvollen Übergriffen radikaler islamistischer Kräfte, vor allem seit dem Sturz des Präsidenten Mursi und der Muslimbruderschaft im Sommer 2013. Doch nicht nur die Hoffnungen der christlichen Minderheit sind der Ernüchterung gewichen. Auch die junge Generation, die 2011 mutig für Freiheit und soziale Gerechtigkeit auf die Straße ging, sieht sich mit unverändert hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert. Frauen und Mädchen erleben verstärkt Gewalt und sexuelle Übergriffe.

Mit Blick auf die damalige Aufbruchsstimmung fragt der Weltgebetstag 2014 nach der heutigen Situation im Land und nimmt vor allem die Situation der ägyptischen Frauen in den Blick. Mit den Kollekten der Gottesdienste werden u.a. zwei ägyptischen Partnerorganisationen unterstützt, die sich ganz konkret für Mädchenbildung und die Mitbestimmung von Frauen einsetzen. Auch ihre Arbeit setzt Hoffnungszeichen für Ägyptens Zukunft.

Hintergrund: Der Weltgebetstag ist eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet – z.B. aus Malaysia, Frankreich, Ägypten oder von den Philippinen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern diesen Gottesdienst dann Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche in rund 170 Ländern der Erde.

 In vielen Kirchengemeinden in ganz Deutschland organisieren Frauen den Weltgebetstag. Zu ihren ökumenischen Gottesdiensten werden auch 2014 wieder hunderttausende Menschen erwartet. Beim Weltgebetstag engagierte Menschen gehören unterschiedliche Konfessionen, Generationen und Bildungsschichten an. Gemeinsam sind sie solidarisch mit Frauen weltweit und übernehmen Verantwortung. Ein sichtbares Zeichen dafür ist die weltweite Förderung von Frauen- und Mädchenprojekten durch die Gottesdienstkollekte. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene und weltweite Solidarität!