Gedanken zu weihnachtlichen Wesen

Gedanken zu weihnachtlichen Wesen

mit Prof. Dr. Cesare Marcheselli-Casale.

Jeweils am Montag in der Adventszeit um 18 Uhr im Pfarrzentrum St. Ludwig.

30. November 2015: Tannenbaum (PDF des Gottesdienstes)

Jesaja: „Ich will sein wie eine grünende Tanne; von mir erhaltet ihr eure Früchte.
Wer ist weise, dass er dies versteht, und klug, dass er dies einsieht?“
* Wenn wir auf unseren Tannenbaum schauen und in der Bibel danach suchen gibt es nur diese Stelle wo von einer Tanne die Rede ist.
* Der Baum: ein Archetyp im menschlichen Leben bei allen Kulturen und Religionen.

7. Dezember 2015: Engel und Licht (PDF des Gottesdienstes)

Advent ist Warten im Dunkel auf das, wonach wir uns sehnen: das Licht. Es ist ein Warten mit Vertrauen in dem Wissen, dass Frieden und Befreiung kommen werden. Früchte des Lichtes.
Vor allem ist Advent aber Warten auf jemanden, auf einen Partner, einen Freund …, ein Kind. Auf sie sind wir wachsam ausgerichtet.
* Wünsche für uns: Engel sind Beauftragte Gottes, sie bringen Botschaften vom Himmel auf die Erde und bringen unsere Wünsche und Sorgen zu Gott in den Himmel; sie bringen gute Nachrichten von Gott zu uns Menschen; das was wir brauchen; den Engeln kann ich meine Wünsche, meine Sorgen, anvertrauen.

14. Dezember 2015: Schafe und Hirten (PDF des Gottesdienstes)

IMG-20151214-WA0008Im Neuen Testament tritt ein neues Hirtenbild in den Vordergrund. Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte.“ Er ist „zu den verlorenen Schafen gesandt, um das Verlorene zu suchen und zu retten“. Jesus ist Hirte in einem universalen Sinne – nicht nur für Israel, sondern für alle Menschen. Neben der treuen Führung, der rettenden und helfenden Fürsorge erscheint hier als neuer Zug des Hirtenamtes die Bereitschaft des Guten Hirten, sein Leben zu investieren für seine Schafe (Johannes 10,11).
Ein schönes Beispiel für den “Guten Hirten” stand in Brochterbeck. Dort wo am Dorfeingang der Sarg den Bestattern übergeben wurde, stand Jesus der Gute Hirte, symbolisch mit dem Schaf, dem Verstorbenen auf seinen Schultern. Auf Augenhöhe schaute er das Schaf an. Das Symbol für sein Versprechen uns nach dem irdischen Leben auf Augenhöhe beim Vater zu erhöhen.

21. Dezember 2015: Esel und Ochse (PDF des Gottesdienstes)

20151221225524Wenn man die gängigen Krippendarstellungen zu Weihnachten vor Augen hat und dann die Texte der Weihnachtsgeschichten liest oder hört, dann fragt man sich zu Recht, wo denn Ochs und Esel eigentlich herkommen. Sie sind nicht »modernes Beiwerk« zur idyllischen Ausgestaltung der Szene. Sie stammen aus den so genannten apokryphen Evangelien, Texten also, die »im Verborgenen« (= apokryph) entstanden und nicht in den Kanon der neutestamentlichen Schriften aufgenommen wurden. In ihnen setzt sich eine Tendenz fort, die bereits in den neutestamentlichen Evangelien beginnt, nämlich die legendenhafte Ausgestaltung mit unterschiedlichen Motiven.
* Der Esel lässt sich als demütiges und dienendes Tier interpretieren. Im Kontext des Nikolausbrauchs steht er als Begleittier des Gabenbringers und weist ihn damit als Metapher für die Demut und Aufopferung von Jesus aus.
* Parallel dazu steht der Ochse für das typische Opfertier des Alten Testaments und verweist so auf die Kreuzigungsgeschichte.