Israel/Jordanien 2014, Tag 2: Tabgha, Kafarnaum, Akko

Israel/Jordanien 2014, Tag 2: Tabgha, Kafarnaum, Akko

Für meine Verhältnisse habe ich relativ gut geschlafen. Eine halbe Stunde vor dem telefonischen Wecken (irgend eine automatische hebräische Stimme) hatte ich meinen Wecker gestellt. Mein Smartphone sagt mir, dass ich 187 Meter unter dem Meeresspiegel aufgewacht bin. Die Sonne scheint, es ist jetzt schon so warm, dass ein Hemd mit kurzen Ärmeln aus dem Koffer dran ist, allerdings ist es hier am See auch relativ feucht.
Im Speisesaal ist es schon ziemlich voll. Erst einmal überall herum, um zu sehen, wie das hier funktioniert: eine Ecke für den Saft, eine für den Kaffee, eine für den Salat, eine für das (deutsche!) Brot und den Käse, eine für Eier, Omelettes usw. Offensichtlich gibt es heute Morgen „nur“ milchiges, kein Fleisch. Der Bischof von Augsburg zeigt mir, wo die Lich ist.
Nach dem Frühstück muss ich meine Sachen umräumen: das, was ich für den Tag benötige, muss in eine andere Tasche. Dann ein kurzer Gang über meine Terasse zum See. Um 8.30 Uhr ist Abfahrt.
Zunächst (mit Zwischenhalt bei einer Klippdachs-Familie) geht es zur Brotvermehrungskirche nach Tabgha – mit dem berühmten Mosaik von den Broten und Fischen vor dem Altar. Aber auch mit dem Kampf eines Klippdachses mit einem Huhn. Von dortr zu Fuß die kurze Strecke zur Petruskapelle (Mensa Domini). Ich kann dort ein Fotobuch an den Gärtner der Anlage loswerden, mit Fotos, die ich während eines Besuches im Dezember gemacht habe. Der Mann freut sich. Hinter der Kirche machen wir ein kurzes Morgengebet zur Einstimmung in die Reise, mit einem ersten Lied. Gut, dass einige schon die Toiletten hier benutzt haben, denn bei der Weiterfahrt nach Kafarnaum erleben wir wegen eines Umbaus nur Baustellen-Toiletten.
In Kafarnaum die Erklärungen unter einem schattiugen Baum – die Sonne brennt schon ziemlich heiß. Dann der Gang durch die Synagoge und in die Kirche über dem Petrushaus. Auch hier werde ich ein Fotobuch los, denn Franziskanerpater Loffredo hatten wir auch im Dezember besucht.
Anschließend zaubert Uri noch ein weiteres Ohr aus seinem Hasen im Zylinder hervor: obwohl ich bereits das 7. Mal hier bin, war ich doch noch nie in der orthodoxen Kirche von Kafarnaum, die man mit den roten Kuppeln immer gut sehen kann. Das war schon eine Entdeckung: der einzige Pope versorgt liebevoll einen tollen Garten mit vielen Tieren: überall Pfauen, einer schlägt sogar ein großes Rad für uns, dazu noch Hühner und Nymphensittiche (!). In der Kirche sind die Szenen Jesu am See Genezareth gemalt – alles sehr schön und ruhig. Schade, dass ich das nicht schon früher gesehen habe.
Wir fahren weiter mit dem Bus bis kurz vor Migdal, wo wir für 16 Euro ein Komplett-Menü mit Fisch (ganz oder als Filet, als Alternative auch Huhn oder Kebab) bekomen, mit Salatbüffet, Arak und Kaffee. Da eine Annette heute Geburtstag hat, gibt es Kuchen von Zuhause und vom Haus noch einmal einen Nachguß Arak. Ein schönes Mittagessen. Beim Einstieg in den Bus erfahren wir vom Rücktritt von Bischof Tebartz-van Elst…
Dann die Fahrt über die Autobahn nach Akko zum Mittelmeer (hier liegt ja alles ziemlich zusammen…). Besichtigung der alten Kreuzfahrerstadt mit der Hospitaliterzitadelle und ihren großen Rittersälen, mit einem Gang durch den Bazar (vieles war bereits abgebaut, weil wir relativ spät waren), dann zum Khan, einer verfallenen Karawanserei und schließlich durch eine unterirdische Wasserleitung als alten Fluchtweg Richtung Hafen. Nachdem wir dort eine kleine politische Diskussion abbrechen mussten, wieder mit dem Bus über die südliche Route zum Hotel.
Im Bus kann ich zwar nicht mit dem Computer arbeiten, da es doch sehr holprig ist, aber die dauernde Wlan-Verbindung schafft doch schöne Echtzeit-Kontakte mit Freunden Zuhause.
Gleich um 19 Uhr ist Abendessen. Morgen soll es noch heißer werden. Die Bildauswahl fällt heute bestimmt besonders schwer, da ich über 400 Fotos gemacht habe.
Zum Abendessen hat Uri uns gefillten Fisch bestellt – leider nichts für mich. Aber es ist genügend andere Auswahl mit dabei. Den Nachtisch (Kuchen) hole ich zwei Mal, als ich höre, dass heute Abend natürlich keine Milchprodukte zum Fleisch serviert werden, nur Soja! Und das hört sich doch nach Diät an…

Fotos von heute unter: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10202278290373520.1073741867.1078743518&type=1&l=82503e1953

Videoclip: Gang durch einen Fluchttunnel in Akko

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