Israel/Jordanien 2014, Tag 12: Herodion + Bethlehem

Israel/Jordanien 2014, Tag 12: Herodion + Bethlehem

7.15 Uhr Wecken, 8 Uhr Frühstück, 9 Uhr Abfahrt. Davor noch ein kurzer Gang durch den Schönen Klostergarten. Schon jetzt ist es reltiv warm.
Wir folen der Audfallstraße nach Bethlehem, biegen dann aber ostwärts zum Herodion ab, dem Palast Herodes des Großen, wo er auch begraben wurde. Vom künstlichen Festungsberg haben wir einen schwachen Blick auf das Tote Meer, aber einen guten Blick auf Jerusalem, die neuen Siedlungen, die Richtung Bethlehem reichen, und Betlehem selbst. Durch unterirdische Gänge wandern wir durch den Palast und kommen zu der Stelle, wo 2007 das Grab des Herodes entdeckt worden ist.
Dann geht es weiter Richtung Bethlehem. Vorher laden wir jedoch Uri am Mar Elyas Kloster aus, der nicht als Guide mit nach Bethlehem gehen darf/will. Unser Busfahrer bringt uns ohne Probleme durch die Grenzstation, unsere Pässe brauchen wir nicht vorzeigen.
Zunächst macht der Busfahrer an der Mauer Halt, damit wir Fotos machen können. Dann geht es zum Good Shepherd’s Store, wo wir Andenken aus Olivenholz oder anderen Materialien kaufen können. Dahinter steckt eine Kooperative, die seit Bischof Lettmanns Zeiten von Emmaus-Reisen gefördert wird.
Der Busfahrer bringt uns zum Mittagessen ins Shepherd’s Tent Valley, einen Beduinenzelt nachempfundenen Restaurant, wo wir schnell und freundlich bedient werden. Hier kommt unser palästinensischer Guide hinzu, Kamal Mukarker. Nach und nach stellt sich an diesem Nachmittag heraus: Seine Mutter Faten war bereits einmal in St. Ludwig Ibbenbüren, wor über 10 Jahren. Mit ihrem Buch „Leben zwischen Grenzen“ ist die palästinensische Christis aus Beit Jala/Bethlehem auch in Deutschland bekannt. Kamal hat u. a. in Ingolstadt studiert und wird selbst auf der Seite des Deutschen Bundestages erwähnt: er war Basketball-Nationalspieler Palästinas und hatte ein Stipendium erhalten (http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/40825455_kw40_ips_mukarker/).
Er bringt uns zunächst zu den katholischen Hirtenfeldern, wo wir eine Messe unter freiem Himmel feiern – etwas gestört durch die Touristen und Pilger rund um uns herum.
Dann geht es zur Stadt hinauf in die Geburtskirche, die zurzeit innen und außen renoviert wird – kein besonders meditativer Eindruck. Innen ist es übervoll mit Pilgern. Zudem feiern die Orthodoxen gerade einen Gottesdienst, alles steht still, auch der Besuch in der bekannten Geburtsgrotte ist nicht möglich. Also erst einmal in den katholischen Teil. Dort in die Grotten des Hl. Hieronymus, der hier die griechische Bibel ins Lateinische übersetzt haben soll. Mit sieben Teilnehmer(innen), die noch nie in der Geburtsgrotte gewesen sind, geht Kamal zum Ausgang der Grotte, wo er sie von hinten hereinschleusen kann.
Während des Rückweges zum Bus begegnen wir zufällig noch der Mutter von Kamal, die ebenfalls eine deutsche Gruppe führt… Unser Busfahrer fährt uns durch einen anderen Grenzübergang wieder nach Jerusalem zurück, wieder ohne dass wir kontrolliert werden. Die Reisepässe haben wir also umsonst eingepackt.

Die Fotos vom heutigen Tag

Videoclip: „O du fröhliche“ auf den Hirtenfeldern in Bethlehem

Videoclip: Mit Weihrauch durch die Geburtsgrotte

Videoclip: Kamal liest aus dem Buch seiner Mutter

Israel 2014, Tag 12: Herodion + Bethlehem auf einer größeren Karte anzeigen