Katholische Kirche in Ibbenbüren

Katholische Kirche in Ibbenbüren

Zur Diskussion um eine weitere Zusammenlegung der drei Pfarrgemeinden mit 10 Gemeinden in Ibbenbüren/Brochterbeck listen wir auf dieser Seite die wichtigsten Dokumente und Gesprächsgrundlagen auf.


Gespräch über die Neustrukturierung der Pfarrgemeinden Ibbenbürens am 19.03.15 im Pfarrheim St. Mauritius

Teilnehmer: Die Vorstände der Pfarreiräte, die stellvertretenden Vorsitzenden der Kirchenvorstände, die Seelsorgerinnen und Seelsorger der drei Pfarreien Ibbenbürens, Generalvikar Kleyboldt, Domkapitular Köppen und Herr Prior als Moderator
Zusammenfassung des Gesprächsergebnisses anhand der Moderationskärtchen

Zur Diskussion gestellt wurden zwei Varianten einer möglichen Neustrukturierung der Pfarreien

Variante 1:

Fusion von Ss. Mauritius-Maria Magdalena mit Hl. Kreuz: Zusammen ca. 19000 Katholiken. St. Franziskus (ca. 9000 Katholiken) bleibt unverändert bestehen
Dafür spricht: Franziskus kann durchstarten
Entwicklung in Franziskus weiterführen
2 abgeschlossene Fusionen
Uffeln und Barbara eher nach Recke orientiert
Weniger Anonymität
Erstkommunion vor Ort
Bezug zu den Seelsorgern
Zusammenarbeit bis 2025 (erwünscht?)

Dagegen spricht: Weniger Langfristigkeit
Schwebezustand
Künstlich
Wann fangen wir wieder an?

Variante 2: Zusammenführung aller drei Pfarreien Ibbenbürens:
Dafür spricht: Schulpastoral auf Stadtebene
Wiederbelebung der Zusammenarbeit Pfarrverband
Nur noch 1 Fusion
Alle fangen gleichberechtigt an
Schulalltag ist Stadtgeschehen
100% Stelle Verwaltungsreferent
Verbundleitung KITAS
Guter Austausch der Hauptamtlichen existiert bereits
Katechese Kooperation
Kräfte werden frei
Planungssicherheit
Finanzen
Zusammenarbeit der Verbände
Ansätze guter Kooperation
Dagegen spricht: Aufbruch in Franziskus wird unterbrochen
Anonymität

Aspekte, die in beiden Varianten zum Tragen kommen:
Pfarrei und Gemeinden
Erfahrung: Gemeinde lebt weiter
Kirche vor Ort
Dezentrale Strukturen
Ermöglichung kirchlichen Lebens
Pastorale Herausforderungen
Altersstruktur
Menschen mitnehmen
Wie ist das Leben strukturiert?
Belastungsverteilung
Zahlen der Hauptamtlichen bis 2020 stabil
Kein permanenter Fusionsprozess
Verletzungen durch die bisherigen Fusionen
Was kostete Kraft? ->Abriss
->Personalverlust
Worauf wir uns gemeinsam einigen:
Kein Überrollen
Gemeinsam gestalten
Entwicklung einer Stadtkirche in Ibbenbüren
Katholische Kirche in Ibbenbüren
Kirche auf der Ebene Ibbenbürens gestalten
Zeitfaktor
An Inhalten arbeiten


 

IVZ_2015_03_21_Fusion


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IVZ_2015_03_10_KAB


Aus der Chronik St. Ludwig (2002) zur Seelsorgeeinheit St. Johannes Bosco – St. Ludwig:

1997 ist in mehrfacher Hinsicht das Geburtsjahr für die sich dann später anbahnende Seelsorgeeinheit von St. Ludwig mit St. Johannes Bosco. Seit diesem Jahr wußte die Pfarrgemeinde St. Johannes Bosco, dass der damalige Pfarrer Heinrich Oßing 1999 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand gehen würde. Dadurch, dass die (größere) Pfarrgemeinde in Dreierwalde Jahre zuvor schon keinen „eigenen“ Pfarrer mehr bekommen hatte, war indirekt das Signal gegeben, dass ähnliches auch für St. Johannes Bosco nicht auszuschließen war. Eine definitive Entscheidung hatte der Bischof aber erst im Dezember 1998 getroffen. Gerade in diesen Jahren hatte auf Bistumsebene das Diözesanforum „Mit einer Hoffnung unterwegs“ stattgefunden, in dem es auch teilweise sehr kontroverse Diskussionen und Beschlüsse zu „Seelsorgeeinheiten“ und Pfarreiengemeinschaften gab.

Nach zwei gemeinsamen Vorgesprächen in den Vorständen von Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand (KV) beider Gemeinden kam es am 14. Dezember 1998 zu einer ersten gemeinsamen Absprache zwischen PGR und KV; mit dabei waren damals Vertreter aus St. Modestus, die ebenfalls potentielle Anwärter einer Dreier- (später wurde auch zusammen mit St. Peter und Paul Brochterbeck überlegt: einer Vierer-) Pfarreiengemeinschaft waren. Es wurde vereinbart, sich bis zum Sommer 1999 für eine qualifizierte Entscheidung Zeit zu nehmen und zuvor eine Art „Vertrag“ über die wichtigsten Abmachungen und Regelungen zu formulieren. Bei einer positiven Entscheidung wäre der Termin für eine Seelsorgeeinheit dann der September 1999. Dass die Zeit im Bistum Münster drängte, machten zwei Briefe des Bischofs an die Pfarrgemeinden deutlich. Darin wurden alle Gemeinden aufgefordert, bis Ende 1999, später dann bis Ostern 2000 Kooperationen mit Nachbargemeinden einzugehen. St. Ludwig und St. Johannes Bosco waren damit gut in der Zeit.

St. Modestus Dörenthe und St. Peter und Paul Brochterbeck entschieden sich, zunächst eine zweiseitige Seelsorgeeinheit zu bilden. Insbesondere die Dörenther wollten aber auf Dauer unbedingt die Anbindung an Ibbenbüren und damit an St. Ludwig. Nach zahlreichen Gremiensitzungen und Pfarrversammlungen wurde am 9. Juni 1999 der gemeinsame Beschluß zu einer Seelsorgeeinheit gefaßt – zunächst zur Probe auf ein Jahr. Ab 1. September 1999 galt: Zu Beginn eines gemeinsamen Weges in der Pfarreiengemeinschaft St. Johannes Bosco und St. Ludwig mit einem gemeinsamen Seelsorge- und Leitungsteam vereinbaren wir:

1) Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände stimmen ihre Sitzungstermine miteinander ab und sorgen für einen intensiven Austausch untereinander. Die Sitzungen sollen so gelegt werden, daß das Leitungsteam daran teilnehmen kann. Dadurch ist ein zusätzliches Kooperationsgremium nicht notwendig.
2) Mit Beginn der Pfarreiengemeinschaft am 1. September 1999 werden regelmäßige Gottesdienstzeiten aufeinander abgestimmt. Zusätzliche Gottesdienste werden zeitlich aufeinander abgestimmt.
3) Die Katechesen werden aufeinander abgestimmt.
4) Diese Vereinbarungen werden Anfang 2001 von den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen erneut überprüft.

Martin Weber wurde am 1. September 1999 auch Pfarrer von St. Johannes Bosco. Pater Reinhold Becker (Weiße Väter Hörstel), der für einige Monate Pfarrverwalter in St. Johannes Bosco war, wurde zum Vicarius Cooperator für beide Gemeinden ernannt, ebenfalls als Pastoralreferent Josef Bendfeld. Zusammen mit VertreterInnen aus den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen bildeten die Hauptamtlichen das „Pastoralteam“, dass sich alle zwei Wochen traf und austauschte. Im Februar 2001 wurde der endgültige Beschluß zur Errichtung einer Seelsorgeeinheit gefaßt, am 10. August 2001 wurde sie von Bischof Reinhard Lettmann beurkundet. Mit der Wahl eines gemeinsamen Seelsorgerates am 28. Oktober 2001 wurden die bisherigen Pfarrgemeinderäte und das Pastoralteam abgelöst. Gleichzeitig wurden in beiden Gemeinden örtliche Gemeinderäte berufen, in denen auch die jeweils aus der entsprechenden Gemeinde gewählten Mitglieder des Seelsorgerates und die Seelsorger präsent sind. Am 28. Oktober 2001 kam Karl-Heinz Eiben nach seiner Weihe zum „Ständigen Diakon“ ins Seelsorgeteam hinzu.


Aus dem Buch „150 Jahre St. Peter und Paul Brochterbeck“ (2010) der Beitrag von Pfarrer Martin Weber „Wie St. Peter und Paul zu Heilig Kreuz wurde“:

In einem gewissen Sinne könnte man die Jahre 1994, 1997 und 2004 gleichermaßen als Geburtsstunde von Heilig Kreuz bezeichnen. Dabei kamen die Ereignisse allesamt auf Brochterbeck zu, ohne von der Gemeinde gesucht worden zu sein.

1994 schrieb Bischof Lettmann die Pfarrgemeinden des Bistums Münster an und gab den Startschuss zum Diözesanforum „Mit einer Hoffnung unterwegs“. Der auf mehrere Jahre angelegte Dialogprozess (die letzte Vollversammlung war 2001) sollte sich den drängenden Zukunftsfragen von Glauben, Kirche und Gesellschaft stellen. Nach der ersten Vollversammlung 1996 wurde auf Drängen von Bischof Lettmann zusätzlich die Kommission 13 „Seelsorgeeinheiten“ gebildet. In einer Stellungnahme verwies der Bischof damals darauf, „dass wir aufgrund der soziologischen, pastoralen, finanziellen und personellen Entwicklung auch den Mut haben müssen, bisher selbstständige Gemeinden zur Muttergemeinde zurückzuführen“. Das Diözesanforum nannte die „Seelsorgeeinheit“ zwar in „Pfarreiengemeinschaft“ als Kooperationsebene um und betonte, dass die „Gemeinde vor Ort […] der bevorzugte Raum [ist], wo das Heilshandeln des Menschen und Gottes konkret werden“; der Bischof führte aber 2000 die Struktur „Seelsorgeeinheit“ als verbindliche Form der Zusammenarbeit neben der lockeren Pfarreiengemeinschaft und der endgültigen Fusion ein und forderte, bis Ostern 2001 ein tragfähiges Konzept für die Gestaltung des künftigen pastoralen Raumes vor Ort zu entwickeln. In dieser Zeit diskutierten alle Pfarrgemeinden in unterschiedlicher Intensität über mögliche Kooperationsformen. Es gab allerdings auch Pfarrer und Pfarrgemeinden, die diese Frage „aussitzen“ wollten.

1997 war vielleicht ebenso eine Geburtsstunde von Heilig Kreuz – mit der sich damals anbahnenden Seelsorgeeinheit zwischen St. Johannes Bosco und St. Ludwig. Seit diesem Jahr wußte die Pfarrgemeinde St. Johannes Bosco nämlich, dass der damalige Pfarrer Heinrich Oßing 1999 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand gehen würde. Dadurch, dass die (größere) Pfarrgemeinde in Dreierwalde Jahre zuvor schon keinen „eigenen“ Pfarrer mehr bekommen hatte, war indirekt das Signal gegeben, dass ähnliches auch für St. Johannes Bosco nicht auszuschließen war; eine definitive Entscheidung hatte der Bischof aber erst im Dezember 1998 getroffen. Zur Seelsorgeeinheit St. Johannes Bosco und St. Ludwig kam es dann am 1. September 1999 zunächst auf Probe, im August 2001 auf Dauer. St. Peter und Paul hatte sich inzwischen am 13. August 2001 für eine Seelsorgeeinheit mit St. Modestus entschieden.

2004 überschlugen sich dann die Ereignisse auf beiden Seiten des Berges.  Im Januar waren Vertreterinnen und Vertreter des Seelsorgerates, der beiden Gemeinderäte und der beiden Kirchenvorstände von St. Johannes Bosco und St. Ludwig zu einem Klausurwochenende in Haus Ohrbeck, um die Zeit der gemeinsamen Seelsorgeeinheit zu reflektieren. Sie wurden begleitet von der „Fachstelle Gemeinde-Entwicklung und pastorale Zusammenarbeit“ des Bischöflichen Generalvikariates Münster. Ergebnis war: Wir arbeiten bereits so gut zusammen, dass wir fusionieren wollen! Für den April wurden deshalb in beiden Pfarreien Gemeindeversammlungen angesetzt.

Dann kam Anfang März plötzlich die Nachricht, dass Pater Joseph Kunniparampil Brochterbeck im Sommer verlassen wird. Der Bischof musste nun überlegen, ob er der Seelsorgeeinheit St. Peter und Paul mit St. Modestus einen neuen Pfarrer schicken konnte. Da sich insbesondere die Dörenther schon vor Jahren gewünscht hatten, in einem zweiten Schritt Richtung St. Ludwig zu kommen, entschied der Bischof sehr schnell mit Datum vom 5. April 2004: Aus den vier Pfarrgemeinden St. Peter und Paul, St. Modestus, St. Ludwig und St. Johannes Bosco wird Ostern 2005 eine neue Pfarre gegründet. Aus finanziellen Gründen wurde dieser Schritt später auf den 31. Dezember 2004 vorverlegt.

Zum Namen kam die neue Pfarrgemeinde am 6. Juni 2004 in Brochterbeck. Die Mitglieder des zukünftigen Pfarrgemeinderates und Verwaltungsrates entschieden sich mit 10 gegen 6 Stimmen für den Namen „Heilig Kreuz“ (statt „Emmaus“), der sich aus 95 Vorschlägen heraus kristallisiert hatte. Damals hieß es mehrheitlich: „Wir brauchen einen handfesten Namen, unter dem die Leute sich etwas vorstellen können. Und das Kreuz ist als christliches Symbol noch bekannt“.

Im Nachhinein kann man sagen, dass St. Peter und Paul – obwohl das nicht so beabsichtigt war – der Ausschlag gebende Motor war, dass es Heilig Kreuz bereits seit Ende 2004 gibt. Nicht unerheblich daran beteiligt war auch die Gemeinde St. Modestus, die schon immer mehr in Richtung St. Ludwig und Ibbenbüren tendierte.

Auch für die anderen Pfarrgemeinden in Ibbenbüren hatte das Konsequenzen. Juristisch schon einen Tag früher fusionierten die Pfarrgemeinden St. Marien (Uffeln), St. Michael (Bockraden) und St. Barbara (Dickenberg) am 30. Dezember 2004 zur neuen Pfarrei St. Franziskus. Herz Jesu Püsselbüren sollte dazu gehören; durch den Kampf um die in Frage gestellte Kirche in Püsselbüren kam es aber nicht zur juristischen Zusammenlegung. Die Gemeinden arbeiteten aber nach wie vor in wesentlichen Punkten zusammen, und 2010 steht ein weiterer Versuch zur Fusion an. Tatsächlich übrig blieben St. Mauritius und St. Maria Magdalena, die erst Ostern 2006 nach einem Pfarrerwechsel zur neuen Pfarrei Ss. Mauritius – Maria Magdalena zusammen gingen. Die Bistumsleitung hatte sich bereits im Frühjahr 2004 auf ausdrückliche Nachfrage dafür entschieden, dass für Ibbenbüren drei „Gebilde“ sinnvoll seien.

Doch auch im Jahr der Kirchenrenovierung bleibt die kirchenpolitische Lage weiter unbestimmt und spannend. Seit März 2009 ist Felix Genn neuer Bischof von Münster. Die Weihbischöfe Franz-Peter Tebartz-van Elst und Franz-Josef Overbeck, die die Fusionsprozesse im Bistum Münster maßgeblich angeschoben haben, sind inzwischen Diözesanbischöfe von Limburg bzw. Essen. Wichtige Ernennungen stehen noch aus. Auf der einen Seite entsteht in der Nachbarschaft in Emsdetten eine einzige Großgemeinde mit 26.000 Katholiken. Auf der anderen Seite hat die Bistumsleitung jüngst vorgeschlagen, dass sich die so genannten „Filialgemeinden“ oder „Gemeindebezirke“ (wieder) als eigentliche „Gemeinde vor Ort“ benennen dürfen. Das wiederum ärgert einen Pfarrer, in dessen Gemeindeprofil noch nicht einmal die Namen der „Filialkirchen“ genannt werden. Es ist noch nicht klar, in welche Richtung es weiter gehen wird. Und bis 2020 werden etwa 130 Priester weniger im aktiven Dienst des Bistums Münster sein…

Der neue, im November 2009 gewählte Pfarrgemeinderat, in dem auch die Brochterbecker gleichberechtigt mit vier Mitgliedern vertreten sind, hat jüngst auf einer Klausurtagung noch einmal unsere alte Politik bekräftigt, die sich in drei Punkten zusammenfassen lässt:
– „Anerkennung der Eigenständigkeit“ mit Stärkung der vorhandenen Kompetenzen vor Ort
– „Gemeinsame Projekte“ mit der Anregung, Neues kennen zu lernen und
– „Solidarität“ da, wo Aufgaben nicht (mehr) alleine wahr genommen werden können.
Damit sind wir bislang gut gefahren, so dass der Name „Heilig Kreuz“ nicht zu einer „Bedrohung“ eigener Verwurzelung, sondern zu einem offenen Symbol geworden ist, die neuen Herausforderungen zu meistern. Ich bin auch den Brochterbeckern dafür dankbar, dass sie uns dabei geholfen haben und sich engagiert und kreativ auf vielfältige Weise mit einbringen.


Am 3. Februar 2011 stellte das Bistum auf einer Kreisdekanatsversammlung in Steinfurt einen neuen „Struktur- und Personalplan 2020“ vor, der eine weitere Fusion von Heilig Kreuz mit Ss. Mauritius-Maria Magdalena vorsah. Nach einer entsprechenden Eingabe kam es am 10. Mai 2011 zu einem Gespräch mit Generalvikar Norbert Kleyboldt in Ibbenbüren, das mit folgendem vom Generalvikar unterschriebenen Protokoll endete:

Herr Generalvikar Kleyboldt begrüßt die Anwesenden und eröffnet die gemeinsame Sitzung. Anschließend stellen sich die Herren Karl Render (Hauptabteilung 500 – Seelsorge-Personal) und Wilfried Renk (Stabsstelle 100/3 – Gemeindefusion und Führungsunterstützung) kurz vor.
Generalvikar Kleyboldt bedankt sich bei den Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatsmitgliedern für die schnelle Rückmeldung zum Struktur- und Stellenplan, der am 3. Februar in Emsdetten seitens der Bistumsleitung vorgeschlagen wurde. Er teilt mit, dass sich die Bistumsleitung in den vergangenen Wochen mit den verschiedenen Argumenten auseinandergesetzt hat .
Die Bistumsleitung ist zu dem Entschluss gekommen, dass für Ibbenbüren wieder drei Pfarreien vorgesehen sind. „Wir müssen uns hier von unseren ersten Überlegungen zum Strukturplan verabschieden“, so der Generalvikar. Die Verschmelzung von Ss. Mauritius – Maria Magdalena und Heilig Kreuz ist im Strukturplan des Bistums, der bis 2015 umgesetzt werden sollte, nicht mehr vorgesehen. Generalvikar Kleyboldt bestätigt, dass zur Zeit der ersten Fusionen (vor ca. 6 Jahren), Altbischof Dr. Lettmann und der damals für die Region Steinfurt zuständige Weihbischof Prof. Dr. Tebartz-van Eist den fusionierten Gemeinden einen verlässlichen Zeitraum von etwa 15 Jahren zugesichert haben, um in Ruhe aufeinander zugehen zu können.
Der schon länger geplante Zusammenschluss aus St. Franziskus und Herz-Jesu ist mit einem Termin am 02.10.2011 als Abschluss versehen. Folglich wird es für Ibbenbüren folgende drei Gemeinden geben:
• Ss. Mauritius – Maria Magdalena
• Heilig Kreuz und
• St. Franziskus.
„Der Strukturplan 2015 des Bistums wurde bereits korrigiert und angepasst“ (die 3 Gemeinden bleiben über 2015 hinaus bis 2020), so Wilfried Renk. Generalvikar Kleyboldt ergänzt, dass aber alle Ibbenbürener Pfarrgemeinden zukünftig stärker kooperieren sollten.
Wie die Strukturplanung nach 2015 aussehen wird, kann der Generalvikar nicht voraussagen. Der angepasste Strukturplan bedeutet nicht, dass nicht neue Fusionen nach 2015 denkbar sind. Aber so weit kann man in der Strukturfrage kaum schauen, so der Generalvikar. Er ergänzt, dass „eigene“ Gemeindeleben muss gefördert und beibehalten bleiben.
Ein Mitglied teilt mit, dass sich zwischen den Gemeinden seit Jahrzehnten Unterschiede im Gemeindeleben entwickelt haben. Auch die sozialen Strukturen sind total unterschiedlich. Dieses sollte bei neuen Strukturplanungen zwingend berücksichtigt werden. Des Weiteren überfordern große Seelsorgeeinheiten die Ehrenamtlichen, als auch die Seelsorger. Die Pfarrer müssen Zeit für die „Seelsorge“ haben.
Generalvikar Kleyboldt berichtet kurz über den „Tag der leitenden Pfarrer“. Karl Render von der Hauptabteilung Seelsorge-Personal stellt den Stellenplan entsprechend vor. Er teilt mit, dass der vorgesehene Stellenplan entsprechend der nun geänderten Struktur angepasst wird. Es wird keine „indirekte“ Steuerung über die Personalpolitik geben! Aufgrund des korrigierten Strukturplans wird der Personalplan insgesamt für beide Gemeinden wie folgt aussehen:
• 2 Diözesanpriester
• 3 Priester der Weltkirche
• 3 Pastoralreferenten.
Die Mitglieder beider Kirchengemeinden bedanken sich bei Generalvikar Kleyboldt für den offenen Dialog und für den positiven Verlauf dieses Gesprächs. „Wir sind froh, dass der Strukturplan des Bistums für Ibbenbüren wieder drei statt der bisher angedachten zwei Pfarreien vorsieht“, so ein Pfarrgemeindemitglied.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen mehr vorliegen, schließt Herr Generalvikar Kleyboldt mit Dank an alle Beteiligten um 21.00 Uhr die Sitzung.


Am 27. März 2012 schrieb Generalvikar Norbert Kleyboldt an die Gemeinden:

Folgende derzeit selbstständige Pfarreien
• HI. Kreuz Ibbenbüren
• Ss. Mauritius – Maria Magdalena Ibbenbüren
werden über das Jahr 2015 selbstständig bleiben. In der Zeit bis 2020 wird durch das Bistum mit beiden Pfarreien über die weitere strukturelle Entwicklung in diesem Pastoralen Raum das Gespräch geführt.


In einer Beilage zum Kirchlichen Amtsblatt 2013 Nr. 5 gab Bischof Felix Genn am 1. März 2013 den Struktur- und Personalplan bekannt:

Ibbenbüren – Hl. Kreuz und Ibbenbüren – Ss. Mauritius – Maria Magdalena: Zusammenführung erfolgt nach 2015
Einsatzplanung: 2 Diözesanpriester, 3 Priester der Weltkirche, 2 Pastoralreferentinnen/Pastoralreferenten, 1 Pastoralreferentin/Pastoralreferent in der Krankenhausseelsorge


 

Am 31. Oktober 2013 wechselte Pfarrer Thomas Lemanski von Ss. Mauritius – Maria Magdalena nach St. Dionysius Rheine.

Am 26. Januar 2014 wurde Pfarrer Stefan Dördelmann in Ss. Mauritius – Maria Magdalena eingeführt, zugleich mit der Aufgabe, künftiger Pfarrer der neuen fusionierten Pfarrgemeinde zusammen mit Heilig Kreuz zu sein.