kfd St. Ludwig unterstützt Projekt „Armut begegnen“

Am 4. April fand die Mitgliederversammlung der kfd St. Ludwig statt. Verabschiedet wurde an diesem Abend  Anni Schindler (Foto rechts) und Waltraud Haverkamp, die seit der Gründung der kfd als Mitarbeiterinnen in ihrem Bezirk unterwegs waren. Die Teamsprecherin Christa Hüttl (Foto links) überreichte  u a. eine Dankesurkunde für 49 Jahre aktive Mitarbeit in der kfd.

Neben dem kurzen Rück- und Ausblick auf die Arbeit vor Ort wurde der Kassenbricht von Karin Heitmann vorgetragen, Irmgard Jaschinski hatte die Kasse geprüft und bat um Entlastung für das kfd Team. Diese wurde einstimmig gegeben.

Ein wichtiger Teil des Abends war die Information über Altersarmut von Melanie Haslage vom SKF Ibbenbüren. Sie berichtete über das Projekt „Altersarmut begegnen“, welches seit einiger Zeit beim SKF läuft. Frau Haslage erklärte die Gründe, die zur Altersarmut führen, informierte über die staatliche Grundsicherung und wie die Zahlen der in Altersarmut geratenen Menschen in den letzten Jahren gestiegen sind. Und  Altersarmut heißt auch Einsamkeit, Ausgrenzung und Benachteiligung.  Oft ist die Altersarmut weiblich und die Tatsache ist, dass Frauen im Ruhestand heute häufig in die Armutsfalle geraten. In keiner Lebensphase zeigen sich die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Frauen und Männern so deutlich wie im Alter: Männer bekamen im Jahr 2015 durchschnittlich 1020 Euro Rente, Frauen hingegen nur etwas mehr als die Hälfte, nämlich 566 Euro. Frauen verdienen auf dem deutschen Arbeitsmarkt bei gleicher Qualifikation und gleicher Tätigkeit im Schnitt  21% weniger als Männer. Eine Diskriminierung, die bis zu den Rentenansprüchen durchschlägt.  Dieser Missstand wird von der kfd bundesweit immer wieder u. a. beim jährlichen Equal-Pay-Day angeprangert.

Da bei der Schuldnerberatung des SKF immer mehr Fälle von Altersarmut auftraten, entstand das Projekt. So wurden Ehrenamtliche geschult, die ältere Menschen helfen, einen Überblick über die finanzielle Situation zu bekommen. Durch praktische Hilfe,  wie z. B. dem Ordnen von Unterlagen, Begleitung bei Ämtergängen zur Sicherung der Rechte und Ansprüche. Um dieses Projekt zu unterstützen hat die Mitgliederversammlung der kfd St. Ludwig entschieden, in diesem Jahr das gesammelte Geld bei den kfd  Veranstaltungen dem Projekt des SKF „Armut begegnen“ zukommen zu lassen. Nähere Informationen zu dem Projekt gibt es unter www.skf-ibbenbueren.de.