Kindertagespflege „Kinderinsel“

Ibbenbürener Volkzeitung (05.09.2012)

Neue Kindertagespflegestelle: U-3-Betreuung im alten Kindergarten St. Ludwig          

Neues Angebot der U-3-Betreuung: „Kinderinsel“ heißt die neue Gruppe im Familienzentrum St. Ludwig, die es seit dem 22. August am Fuß der Ludwigkirche im „Alten Kindergarten“ gibt. Derzeit sind dort sechs Kinder von zehn Monaten bis drei Jahren in der Kindertagespflege.

Ibbenbüren. Das Wort ist sperrig: „Großtagespflegestelle“. Mancher wisse gar nicht, was das ist, sagt Stefanie Lietmeyer-Hölscher, denke am Ende gar an Altenpflege. „Kinderinsel“ klingt da doch viel netter. So heißt die neue Gruppe im Familienzentrum St. Ludwig, die es seit dem 22. August am Fuß der Ludwigkirche im „Alten Kindergarten“ gibt. Derzeit sind dort sechs Kinder von zehn Monaten bis drei Jahren in der Kindertagespflege. Neun dürfen es maximal sein. Sie werden betreut von den Tagesmüttern Petra Rennefeld-Stephan und Stefanie Lietmeyer-Hölscher, beide ausgebildete Erzieherinnen und selbst Mütter.

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Die „Kinderinsel“ im alten Kindergarten St. Ludwig hat ihre Arbeit aufgenommen. Dort kümmern sich die ausgebildeten Erzieherinnen Petra Rennefeld-Stephan (l.) und Stefanie Lietmeyer-Hölscher zurzeit um sechs Kinder – neun dürfen es maximal sein. Foto: Tobias Vieth (IVZ)

 

 

Der maßgebliche Unterschied zur Arbeit sonstiger selbstständiger Tagesmütter ist, dass sie die Kinder dort nicht in der eigenen Familie, sondern in einem extra Raum betreuen. In diesem Fall ist dieser im früheren Kindergarten St. Ludwig, den die Kirchengemeinde Heilig Kreuz vermietet. Die Kinderinsel ist die dritte Großtagespflegestelle in Ibbenbüren.

Von der Idee bis zur Eröffnung der Kinderinsel vergingen etwa eineinhalb Jahre, erinnert sich Lietmeyer-Hölscher. Im Mai kam dann das Okay. Die Leiterin des Jugendamtes, Petra Gittner, signalisierte großes Interesse an mehr professioneller Kindertagespflege, vor allem um den Bedarf an Betreuungsplätzen für weitere U-3-Kinder in der Stadt zu decken. „Es ist wirklich eine hoch qualifizierte Form der Kinderbetreuung“, erklärt Gittner. Das könne man gar nicht oft genug betonen.

Mit finanzieller Hilfe des Jugendamtes und reichlich ehrenamtlichem Engagement wurde der Raum, in dem zuvor eine Loslösegruppe war, renoviert und neu eingerichtet. Ein Ruheraum, eine Küche und der Spielplatz direkt am Gebäude dürfen mitgenutzt werden. Momentan wird ein Teil des Außengeländes umgeplant, sodass er speziell den Bedürfnissen der Kleinsten gerecht wird. Geplant ist auch, dass der Ludwigkindergarten mit einer U-3-Gruppe Nachbar der Kinderinsel wird, erklärt Margret Evers, Leiterin des Familienzentrums. Die Kinderinsel würde als Nachbar von den Umbaumaßnahmen profitieren. Dann gäbe es zwei U-3-Gruppen nebeneinander: Eine des Kindergartens, eine der Kindertagespflege, die in Ibbenbüren der Sozialdienst katholischer Frauen koordiniert.

Ein Unterschied der Kinderinsel zum Kindergarten ist, dass Eltern nicht gleich 25 Stunden oder noch mehr Betreuung buchen müssen. Bei sehr jungen Kindern, die noch gar nicht in eine große Kindergartengruppe sollen, ist Kindertagespflege oft eine Variante. Wenn Eltern arbeiten müssen und die Kinder mindestens 15 Stunden Betreuung wöchentlich brauchen, unterstützt das Jugendamt die Eltern bei der Finanzierung eines Platzes. Die Kosten regelt wie bei Kindergärten auch eine Elternbeitragssatzung.

In der Kinderinsel liegt die Kernbetreuungszeit montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr. Derzeit sind dort noch drei Plätze frei, Interessierte sind eingeladen, die Einrichtung zu besuchen.

Informationen über die Kinderinsel unter 0 54 51/ 59 30 62. Informationen zur Kindertagespflege allgemein beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), 0 54 51 / 96 86 80 (Bärbel Becker-Vörckel).

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.