Kirche St. Modestus

Kirche St. Modestus

Das Bistum Münster (1993):

St. Modestus

1487 wird eine Katharinenkapelle an der Landstraße Ibbenbüren-Münster erwähnt. Vermutlich wurde sie unter Graf Konrad von Tecklenburg in der Reformationszeit abgebrochen. Auf dem Platz, der die Flurbezeichnung »Kiärkhoff« trägt, stehen zwei alte Steinkreuze (16. Jahrhundert?).

In der Bauerschaft Dörenthe entwickelte sich seit der Jahrhundertwende in der Nähe des Dortmund-Ems-Kanals an der Münsterstraße eine dörfliche Ansiedlung. Bestrebungen zum Kirchbau gab es seit 1914. Nach 1945 fand Sonntagsgottesdienst zunächst im Privathaus Ottmann, später auf dem Hof Ahmann statt. Ein Kapellenbauverein konstituierte sich 1947. Der 1949 eingerichtete Seelsorgebezirk wurde 1963 als seelsorglich und vermögensrechtlich selbständiges Pfarrektorat von Brochterbeck und Ibbenbüren St. Ludwig abgetrennt. Die Pfarrerhebung erfolgte 1985.

Literatur — Hubert Ewelt: 30 Jahre Geschichte der Kath. Kirchengemeinde St. Modestus Dörenthe, Dörenthe 1979. Anne Sackarndt: Kirchengeschichte St. Modestus Dörenthe, Dörenthe 1990.

Periodika — Pfarrbrief, unregelmäßig.

Pfarre im Pfarrverband Ibbenbüren (1.040/561).

Aufgelockerter Siedlungsbereich in Form eines Straßendorfs, Kleinsiedlungen, ländliches Umland, 1975 mit dem Amt Ibbenbüren-Land in die Stadt eingemeindet; Handel und Dienstleistungen in geringem Umfang, Landwirtschaft, Hafenanlage am Dortmund-Ems-Kanal.

Kirchen, Kapellen, kirchl. Gedenkstätten
Pfarrkirche St. Modestus, 285 Sitzplätze, 1948-49, G. Thalmann, Ibbenbüren. — Saalbau mit Flachdecke unter Satteldach, Nordchor mit geradem Schluß, hölzerner Dachreiter im Süden unter kupfergedecktem Helmdach, Sakristei im Nordwesten, eingeschossig unter Satteldach; Ibbenbürener Quadermauerwerk, rote Dachziegeldeckung. Orgel (1986), 16 Reg., mechanische Trakturen, Sauer, Höxter. 4 Glocken: d, 67 cm, f, 55 cm, g, 50 cm, a, 43 cm, Bronze, 1964, Petit und Edelbrock, Gescher. Bruder-Klaus-Kapelle, Gedenkstätte am Hermannsweg der Kath. Landvolkbewegung e. V., 1967. — Raum auf quadratischem Grundriß unter Faltdach, im Norden freistehende Kanzel mit Kreuz; Hausteinmauerwerk, Beton, Schieferdeckung.

Kirchliche Gebäude und Einrichtungen
Pfarrhaus, Münsterstraße 534 (1968). Pfarrheim, Münsterstraße 528 (1982).

Friedhof
Loismannweg (kommunal).

Kirchliche Verbände und Vereine
Frauengemeinschaft (kfd), Seniorengemeinschaft,Kolpingfamilie, Landjugend (KLJB), Pfarrjugend, Meßdienergruppen, Gruppe der Alleinstehenden, Kreis junger Frauen.

Partnerschaften in der Weltkirche
Gemeinde Borowno/Polen.

Religiöses Brauchtum
St. Martin, Sternsinger, Osterfeuer, Pfarrfamilienfest.

Wallfahrten und Prozessionen
Stadtwallfahrt nach Telgte, Wallfahrt der kfd nach Hopsten-Breischen, Wallfahrt nach Brochterbeck-Holthausen, Fronleichnamsprozession.