"Laudato si": JAHR DER BARMHERZIGKEIT

„Laudato si“: JAHR DER BARMHERZIGKEIT

Unser aller gemeinsames Haus bewahren
Vortrag von Prof. Dr. Andreas Lienkamp (Osnabrück) am Freitag, 29. April, 19.30 Uhr in der Familienbildungsstätte Ibbenbüren (Klosterstraße 21)

 

Die zweite Enzyklika „Laudato si‘ von Papst Franziskus steht am 29. April im Mittelpunkt eines Vortrags von Professor Dr. Andreas Lienkamp in der Familienbildungsstätte Ibbenbüren. Das päpstliche Rundschreiben wende sich an alle Menschen, unabhängig von ihrem Glauben, betont Josef Bendfeld, der den Referenten in die Familienbildungsstätte nach Ibbenbüren eingeladen hat.

Die Enzyklika liefere kein Weltuntergangs-Szenario, zeige aber dringend notwendigen Handlungsbedarf auf, stellt der Referent in seinem Vortrag fest. Es gehe um unser aller gemeinsames Haus, so die eindringliche Mahnung des Papstes. Er verarbeitet in dem Lehrschreiben erstmals die Erkenntnisse der Naturwissenschaften aus umweltethischer Sicht und benennt Themen, mit denen sich Wissenschaft und Politik beschäftigen: Weltklima und Erdverschmutzung, Sorge um die biologische Vielfalt oder Verödung der Landschaft. Mit seiner Analyse lädt er die gesamte Menschheitsfamilie zu eingehender Diskussion über die Erhaltung der Erde und soziale Gerechtigkeit ein.
Daher sind alle, die sich Sorge machen um unsere Zukunft, zu dem Vortrag am 29. April eingeladen.
Beginn ist um 19.30 Uhr im Saal der Familienbildungsstätte, Klosterstr. 21 in 49477 Ibbenbüren.

Das päpstliche Rundschreiben Laudato si’ ist ein bahnbrechendes, realistisches, aufrüttelndes, erschütterndes und zugleich ermutigendes, politisch hochrelevantes und spirituelles Dokument. Papst Franziskus analysiert und kritisiert sehr deutlich schwere ökologische Missstände und gefährliche gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Er fordert zu mehr Sozial- und Umweltengagement und zu drastischen Veränderungen im Denken und Handeln auf. Die „Aufgaben im Bereich der Schöpfung“, die „Pflichten gegenüber der Natur und dem Schöpfer“ sind Franziskus zufolge zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens.
Andreas Lienkamp

Prof. Dr. Andreas Lienkamp, Inhaber der Professur für Christliche Sozial- und Umweltethik an der Universität Osnabrück, wird diesen wunderbaren Text vorstellen, Hintergründe aufhellen und die entscheidenden Herausforderungen präsentieren.

 

 

Dies ist eine Veranstaltung unserer Gemeinde zum außerordentlichen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. In einer Handreichung des Bistums Münster zu den „Pforten der Barmherzigkeit im Bistum Münster“ heißt es: BARMHERZIGKEIT TEILEN

Mein Weg durch die Pforte der Barmherzigkeit führt mich zu Gott. Hier begegne ich ihm. Hier erfahre ich seine Nähe. Hier stoße ich auf die Quelle, die mich in meinem Glauben stärkt – und in meinem Leben.

Diese Pforte der Barmherzigkeit kann ich mit in mein Leben nehmen. Ich kann im Alltäglichen Pforten der Barmherzigkeit entdecken, sie öffnen, hindurchgehen.

Aus diesem Zuspruch heraus finde ich zu mir. Ich gehe auf Menschen zu. Ich tue Gutes im Namen Gottes: Werke der Barmherzigkeit – ein lebendiges Zeugnis über Gottes Wirken im Leben der Menschen. Ich bin im Namen Gottes tätig, sein Ohr, seine Hand, sein Herz.