Markus Zedler ist tot

Markus Zedler ist tot

Markus Zedler (29) ist am 17. Dezember 2018 bei einem Unfall im Ibbenbürener Bergwerk ums Leben gekommen. Seit Kindertagen gehört er zum Sommerlager St. Ludwig, später lange Jahre auch als Betreuer, in den letzten Jahren immer als Sympathisant mit musikalischer Beteiligung.

Wir sind alle sehr traurig.

Wir verabschieden uns von Markus am Samstag, 22. Dezember 2018, in einem Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Ludwigkirche. Im Anschluss ist die Beerdigung auf dem Hauptfriedhof, Ledder Straße.


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https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7560548/Bergbaubehoerde-So-etwas-noch-nicht-erlebt
IBBENBÜREN
Bergbaubehörde: So etwas noch nicht erlebt
Bezirksregierung Arnsberg mit Ermittlungen beauftragt
Dienstag, 18. Dez. 2018 – 17:20 Uhr
von Sabine Plake

Der tragische Arbeitsunfall am Montag im Bergwerk in Ibbenbüren, bei dem ein 29-Jähriger ums Leben gekommen ist, hat auch die Mitarbeiter der Bergbaubehörde tief erschüttert. Die Bezirksregierung Arnsberg ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Münster, wie es zu dem Unglück kam.

IBBENBÜREN. So einen Unfall habe er in seiner mehr als 30-jährigen Berufserfahrung noch nicht erlebt, sagt am Dienstag ein sichtlich mitgenommener Andreas Nörthen, Sprecher der Bergbaubehörde der Bezirksregierung Arnsberg. Diese hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Münster die Ermittlungen übernommen, wie es dazu kommen konnte, dass ein 29-jähriger Ibbenbürener am Montag bei Arbeiten unter Tage tödlich verunglückt ist (wir berichteten). Der junge Bergmann war von einer Wettertür aus Stahl eingeklemmt worden und –trotz Reanimation zunächst durch seine Kollegen und dann den Notarzt – vor Ort gestorben.

Die Wettertüren aus Stahl trennen als eine Art Schleuse in einem Bergwerk Abteilungen voneinander ab. Sechs Bergleute und ihr Schichtführer waren am Montagmorgen auf der vierten Sohle, Querschlag zwölf, unterwegs, um Rückbauarbeiten zu erledigen. Die letzte Kohle ist schon im August gefördert worden. Der Schichtführer hatte dem Bergmann einen Auftrag erteilt, dazu musste er durch die Schleuse. Dort gebe es eine Tür für das Personal und eine für Material und Lasten. Dabei habe er offenbar die Transporttür gewählt. Warum er diese gewählt habe, müsse noch geklärt werden. Die Türen schließen und öffnen sich normalerweise bei Betätigung der Schalter „Auf“ oder „Zu“. Es werde nun geschaut, ob die Tür defekt war. „Das ist Gegenstand der Ermittlungen, denn es ist ein sehr ungewöhnliches Ereignis“, so Nörthen. Seine Behörde werde den Zustand und den technischen Betriebsablauf prüfen.

Zufällig war am Montag ein technischer Aufsichtsbeamter der Bergbaubehörde vor Ort. Dieser sei zusammen mit den Notärzten und der Grubenwehr zum Unfallort gefahren. Dort habe er dann mit den Ermittlungen begonnen.

Gründliche Untersuchung

In den nächsten Tagen würden die Arbeitskollegen befragt. Der Schichtführer habe noch keine Angaben machen können, da er unter Schock stand. „Wir müssen schauen, was die Ermittlungen ergeben. Gegebenenfalls schalten wir einen externen Sachverständigen ein. Aber das entscheidet die Staatsanwaltschaft.“ Bis das abgeschlossen sei, würden schon noch einige Wochen vergehen. „Wir wollen das gründlich und sorgfältig machen – das sind wir auch den Hinterbliebenen des jungen Mannes schuldig“, unterstrich der Sprecher der Bergbaubehörde.

Es sei tragisch, dass so kurz vor dem formellen Abschied so ein tragisches Unglück passiere. Er selbst wisse, dass die RAG noch in diesem Jahr besondere Sicherheitsaktionen gefahren habe, um Unfälle zu verhindern. Die Unfallzahlen im Bergbau seien trotz der gefährlichen Arbeit „ganz, ganz niedrig“, sie lägen unter dem Durchschnitt der gewerblichen Wirtschaft. Der letzte tödliche Unfall im Steinkohlenbergbau liege rund sechs Jahre zurück.

Dabei seien die Arbeiten mit einem gewissen Risiko behaftet. Die Demontage der Betriebsanlagen sei nicht ungefährlich, da sei besondere Vorsicht notwendig.

Schwer getroffen war auch Bergwerksdirektor Dr. Heinz-Werner Voß. Er kenne den jungen Mann persönlich, er sei sehr erfahren gewesen. Der 29-Jährige war seit 2006 auf der Zeche in Ibbenbüren beschäftigt. 2016 war er zum Partnerunternehmen Start NRW gewechselt, das dem Bergwerk Personal für die Demontage zur Verfügung stellt.


29-Jähriger kommt ums Leben

Zeche Ibbenbüren: Bischof Genn trauert nach tödlichem Unfall

Bischof Felix Genn aus Münster zeigt sich bestürzt nach dem tödlichen Arbeitsunfall in der Zeche Ibbenbüren. Er sei der Familie des Bergmanns, der gesamten Belegschaft und allen Trauernden im Gebet verbunden, heißt es in einem Brief des Bischofs an den Direktor der Zeche, Heinz-Werner Voß.

Am Montag war bei Arbeiten zur Nachbereitung in der jüngst geschlossenen Steinkohlezeche Ibbenbüren ein 29-Jähriger ums Leben gekommen. Nach Angaben des Zechenbetreibers RAG war es der erste tödliche Unfall im deutschen Steinkohlebergbau seit 2012.

Betreuer im Sommerlager der Pfarrei

Genn bittet, den Angehörigen zu übermitteln, „dass ich nicht nur für den Verstorbenen, sondern auch für alle, die um ihn trauern, beten werde“. Der Bischof äußert Mitgefühl auch angesichts der Tatsache, dass der Unfall kurz vor Weihnachten und „zum Ende der Zechenzeit in Ibbenbüren“ passiert sei. An der Gedenkstunde zum Ende der Kohleförderung in Ibbenbüren hatte Genn vor einigen Tagen selbst teilgenommen.

Auch die Pfarrei Heilig Kreuz in Ibbenbüren trauert um den Verstorbenen. „Seit Kindertagen gehört er zum Sommerlager St. Ludwig, später lange Jahre auch als Betreuer“, heißt es über den 29-jährigen Markus Zedler auf der Gemeinde-Homepage.

Ökumenischer Gottesdienst zum Ende des Steinkohle-Bergbaus

Das letzte deutsche Steinkohlebergwerk Prosper-Haniel in Bottrop stellt die Förderung an diesem Freitag ein. Am Donnerstagabend begehen die christlichen Kirchen mit einem ökumenischen Gottesdienst in Essen das Ende dieser Epoche. Auch Genn wird zu dem Gottesdienst erwartet.

Jens Joest, hav
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/zeche-ibbenbueren-bischof-genn-trauert-nach-toedlichem-unfall/


https://www.facebook.com/S04/videos/213853579549322/

https://www.msl24.de/muensterland/ibbenbueren-ort847847/ibbenbueren-vor-bundesliga-duell-fc-schalke-04-gedenkt-totem-bergmann-10886072.html