Neapel 2015/5. Campagna

Neapel 2015/5. Campagna

Es ist schon wieder spät geworden…

6 Uhr aufstehen, 6.30 Uhr Frühstück (ziemlich voll!), 7.20 Uhr Abfahrt des Shuttlebus, 7.30 Uhr Abfahrt des Busses Richtung Campagna. Eigentlich richtig, denn wir kommen schneller durch den Verkehr als gedacht. Übrigens: in ganz Sorrent gibt es keine Ampeln, die Autofahrer können das besser unter sich selbst regeln. Gute Sicht auf den Gold und den Vesuv.

Kurze Pause an einer Raststätte. Nach Salerno und Eboli nehmen wir die Ausfahrt Campagna und treffen uns mit unserem Reisebegleiter an diesem Tag, den Bruder eines verstorbenen Priesters und Freund von Cesare. Zunächst geht es ins jüdische Museum im alten Campagna, wo es gerade eine sehr beeindruckende Ausstellung über Giovanni Palatucci, der während des zweiten Weltkrieges 400 Juden gerettet hat. Überhaupt schien Campagna am Ende der Welt für gewisse Zeiten das Zentrum der Welt zu sein: hier ist auch Giordano Bruno zum Priester geweiht worden und hat sein Papst kritisches Buch geschrieben, für das er verbrannt worden ist.

Dann geht es weiter durch die neue Stadt Campagna, über viele Treppen an den Fluss und in die Krypta der Kirche, wo über Generationen die Toten auf Steinstühle gesetzt wurden, um sie vor der Bestattung „auslaufen“ zu lassen – eine etwas ungewöhnliche Vorstellung. Gegen Ende der Stadtführung werden wir noch kurz vom Bürgermeister empfangen, bevor er seine Tochter vom Kindergarten abholen muss.

Schließlich erreichen wir über viele Serpentinen das Heiligtum Santa Maria davigliano, wo es eigentlich einen kleinen Imbiss geben sollte. Wir erhalten aber von den Ehrenamtlichen der Gemeinde zu Ehren von Don Cesare aus dreistündiges Mittagsmahl, das am Schluss nur noch eine kurze Marienandacht in der Kirche zulässt. Erst nach 20 Uhr sind wir wieder im Hotel. Gott sei Dank war für die meisten das Abendessen telefonisch reduziert oder abbestellt worden!

Neapel 2015/5. Campagna