Pfarrer Johannes Lammers ist tot

Pfarrer Johannes Lammers ist tot

Pfarrer Johannes Lammers ist am 30. September 2017 im Alter von 87 Jahren in Ibbenbüren gestorben.
Die Messe für ihn ist am Montag, 9. Oktober 2017, um 13.30 Uhr in der St.-Mauritius-Kirche. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Zentralfriedhof, Nordstraße.

(Foto: IVZ)

Bistum Münster: Am Samstag, den 30. September 2017, verstarb Pfarrer em. Johannes Lammers. Der Verstorbene wurde am 27. März 1930 in Rheine geboren. Die Priesterweihe empfing er am 16. März 1957 in Münster. Zunächst übernahm er seine erste Kaplanstelle in Dülmen Heilig Kreuz. Im Jahre 1962 wurde er Hauptamtlicher Religionslehrer an der Berufsschule in Herten und zugleich zum Subsidiar in Herten St. Antonius ernannt. 1964 erfolgte die Ernennung zum Subsidiar in Herten St. Barbara. Im Jahre 1967 erhielt er die Ernennung zum Religionslehrer m. d. T. Rektor. Die Ernennung zum Pfarrer in Ibbenbüren St. Mauritius erfolgte 1968. Zum Leiter des Pfarrverbandes Ibbenbüren wurde er 1982 berufen. Im Jahre 1993 wurde er Definitor im Dekanat Ibbenbüren. 1996 erfolgte die Ernennung zum Vicarius Cooperator m. d. T. Pfarrer für das Dekanat Ibbenbüren und Seelsorger im Caritas-Altenheim. Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2005 lebte er weiterhin als Seelsorger in Ibbenbüren. Pfarrer em. Lammers war in all den Jahren seines priesterlichen Dienstes und Wirkens ein beliebter Seelsorger, der für sein pastorales und ökumenisches Engagement sehr geschätzt wurde. Er starb am 30. September 2017 im Alter von 87 Jahren.

Zum Silbernen Priesterjubiläum (1982) von Johannes Lammers und Klemens Niermann

Ankündigung der Einführung von Johannes Lammers IVZ 1.3.1969

Bericht über die Einführung von Johannes Lammers IVZ 4.3.1969

Ihren Führerschein bitte, Herr Lammers (IVZ 12.3.2005)

Musischer Mensch

Ibbenbüren. Wenn am Sonntag, 18. März, um 11 Uhr die Glocken von St. Mauritius zum Festhochamt läuten, das zu Ehren des Priesterjubilars, Pfarrer Johannes Lammers (76), gehalten wird, dann ist die gesamte Pfarrgemeinde zur Mitfeier eingeladen. Vor 50 Jahren, am 16. März 1957 wurde der Jubilar im Hohen Dom zu Münster von Bischof Michael Keller zum Priester geweiht. Den Festgottesdienst am Sonntag hält der Jubilar auf persönlichen Wunsch in Konzelebration mit den ehemaligen Kaplänen in St. Mauritius Thorsten Weßling und Ulrich Koch. Nach der Messe ist die Gemeinde zu einem Empfang im Pfarrheim eingeladen.
Johannes Lammers wurde am 27. März 1930 in Rheine geboren. Er begann nach der Priesterweihe seine Tätigkeit als Kaplan in der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Dülmen. Der Jubilar erinnert sich, dass man ihn bei der ersten Stellenzuweisung fast vergessen hat. Erst eine freundliche Erinnerung beim Bischof verschaffte ihm dann fünf „Lehrjahre“ in dieser typisch münsterländischen Kleinstadt.
Der Schwerpunkt seines Wirkens lag in der Schul- und Jugendarbeit. Ab 1962 war er Religionslehrer an der Berufsschule in Herten. Nebenher Subsidiar an der St.-Barbara-Gemeinde in Herten.
Als dem Jubilar s 1968 angeboten wurde eine Pfarrstelle zu übernehmen, wählte er aus dem vielseitigen Angebot St. Mauritius in Ibbenbüren aus. Die feierliche Einführung als Nachfolger von Dechant Bernhard Heufers war am 2. März 1969. In der überfüllten Kirche trat er zum ersten Male an den Altar von St. Mauritius und feierte in Konzelebration die Eucharistie. Danach war das Pfarrhaus von St. Mauritius Treffpunkt der einzelnen Gruppen, Gemeinschaften und Kreise geworden – und das waren nicht wenige. Denn die Seelsorge von Pfarrer Lammers war konsequent auf Partnerschaft und Zusammenarbeit mit den Laien ausgerichtet.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit in Ibbenbüren war von Anfang an auch die Ökumene. Hier bestand ein echtes Nachholbedürfnis. Dass das „Miteinander“ zwischen evangelischen und katholischen Christen in Ibbenbüren sich so positiv entwickelte, war auch ein Verdienst von Pfarrer Lammers.
Schnell wurde nicht nur in der Pfarrgemeinde St. Mauritius bekannt, dass Pfarrer Lammers ein musischer Mensch ist. Sein eigenes Musizieren, seine Instrumentalgruppe und die Förderung der Chöre und anderer Gruppen sorgten für eine Bereicherung der Gottesdienste.
Lammers hat sich neben seinen seelsorglichen Aufgaben auch um die Fertigstellung der Familienbildungsstätte, den Neubau des Tobias-Kindergartens, der Roncalli-Schule, den Umbau des Mauritius-Kindergartens, der Erweiterung des Elisabeth-Hospitals und nicht zuletzt um die Renovierung der Pfarrkirche verdient gemacht.
1982 wurde Pfarrer Johannes Lammers zum Leiter des Verbandes der katholischen Kirchengemeinden gewählt, ein Amt, das er bis 1990 inne hatte, 1992 wurde er Definitor im Dekanat Ibbenbüren.
Nach 27 Jahren als Pfarrer in St. Mauritius nahm Johannes Lammers am 25. August 1996 feierlich Abschied von der Gemeinde. Im selben Jahr wurde er Vicarius Cooperator für das Dekanat Ibbenbüren und stand damit für Vertretungen und Aushilfen in den Gemeinden des Dekanats zur Verfügung.
Gleichzeitig übernahm er als Hausgeistlicher die Betreuung im Caritas-Altenheim an der Synagogenstraße. Seit 2005 ist Johannes Lammers emeritierter Pfarrer in St. Mauritius – aber auf persönlichen Wunsch Seelsorger bei der Caritas geblieben: „Es macht mir noch immer große Freude, mit den alten Menschern zu reden, mit ihnen zu beten und zu singen“, berichtete der Jubilar gestern aus dem Gertrudenstift in Rheine, wo er sich mit 21 weiteren Priestern seines Weihejahrgangs zu Exerzitien aufhielt.

  1. März 2007 | Quelle: IVZ

Lammers, Johannes
geb. 27.03.1930 in Rheine
1957 Kaplan in Dülmen Hl. Kreuz
1962 Hauptamtl. Religionslehrer und Subsidiar in Herten St. Antonius
1964 Subsidiar in Herten St. Barbara, T. Rektor, T. Berufsschulpfarrer
1967 Religionslehrer m.d.T. Rektor in Herten
1969 Pfarrer in Ibbenbüren St. Mauritius
1982 Leiter des Pfarrverbandes Ibbenbüren
1986 erneut Leiter des Pfarrverbandes Ibbenbüren
1992 Definitor im Dekanat Ibbenbüren
1996 Vicarius Cooperator m.d.T. Pfarrer für das Dekanat Ibbenbüren und Seelsorger
im Caritas-Altenheim ebd.
2005 Pfarrer emeritus in Ibbenbüren St. Mauritius