Über 180 Unterschriften bei der kfd Aktion zur Mütterrente beim Pfarrfest St. Ludwig

Über 180 Unterschriften bei der kfd Aktion zur Mütterrente beim Pfarrfest St. Ludwig

Beim Pfarrfest St.Ludwig an Fronleichnam haben über 180 Frauen  und Männer mit ihrer Unterschrift die Akton „Keine neuen Gerechtigkeitslücken bei der Mütterrente“. Dies Unterschriftslisten sind bereits beim Bundesverband und werden mit vielen anderen Unterschriftenlisten der Bundesregierung übergeben.

Die kfd setzt sich dafür ein, dass Frauen mehr Rente für Erziehungs- und Pflegezeiten erhalten.

Keine neuen Gerechtigkeitslücken bei der Mütterrente!

Dritten Renten -Entgeltpunkt für alle Kinder, die vor 1992 geboren sind.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) setzen sich für eine bessere Anerkennung der Lebensleistung von Frauen in der Rente ein.

Sie fordert die Bundesregierung auf, die Zeiten der Kindererziehung für alle Kinder bei der Rentenversicherung gleich anzurechnen!

Derzeit werden für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, nur zwei Entgeltpunkte in der Rente angerechnet, für jüngere dagegen drei.

Der Koalitionsvertrag sieht vor, nur Müttern und Vätern mit  drei und mehr Kindern drei Entgeltpunkte auch für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, anzuerkennen.

 Unterstützen Sie die Forderungen der kfd mit Ihrer Unterschrift! Beim Pfarrfest St. Ludwig werden die Unterschriftenlisten am Infostand der kfd ausliegen.

Seit 1. Juli 2014 erhalten Mütter bei der Rentenberechnung einen zusätzlichen Entgeltpunkt für die Erziehung jedes Kindes, das vor 1992 geboren wurde. Das ist ein riesiger Erfolg für die politische Lobbyarbeit der kfd.

Die kfd-Unterschriftenaktion von 2012, die Postkartenaktion 2013, die vielen Briefe an Abgeordnete und MinisterInnen sowie die Veranstaltungen und Gespräche zum Thema haben entscheidend zur Gesetzesänderung beigetragen.

Forderung: Dritter Rentenpunkt

Für mehr Rentengerechtigkeit fordert die kfd allerdings nach wie vor, dass Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben, ihre Erziehungsleistung mit drei Entgeltpunkten in der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt bekommen und nicht wie bisher nur mit zwei Entgeltpunkten.

Die Bundesregierung plant aktuell den dritten Entgeltpunkt nur den Müttern und Vätern zu gewähren, die drei und mehr Kinder erzogen haben.

Das schafft aus Sicht der kfd neue Ungerechtigkeiten. Deshalb ruft die kfd dazu auf, sich an der Unterschriftenaktion „Keine neuen Gerechtigkeitslücken bei der Mütterrente: Den dritten Entgeltpunkt für alle. Jetzt!“ zu beteiligen.

Die 1992er – Regelung betrifft insbesondere die Generationen von Frauen,

  • deren Erwerbsbiografien vor allem im Westen lange Erwerbsunterbrechungen wegen Kindererziehungszeiten aufweisen,
  • die in den 1970er und 1980er Jahren kaum Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familienaufgaben und Beruf hatten, da Kinderbetreuungsplätze fehlten.

Eine Vereinbarkeit war unabhängig von der Kinderzahl schwer.

  • die wegen der Arbeitsmarktsituation nach längeren Familienzeiten kaum Chancen auf einen Wiedereinstieg in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis hatten.

Verschärft wird die Situation für die Frauen,

  • ab Geburtsjahrgang 1947 von der Heraufsetzung des Renteneintrittsalters oder
  • ab dem Jahrgang 1962 von Absenkung der Hinterbliebenenrente betroffen sind,
  • als Alleinerziehende auf eigenständige Rentenansprüche im Alter angewiesen sind.

Die kfd  fordert deshalb für alle vor 1992 geborenen Kinder drei Entgeltpunkte in der Rente

  • um Rentengerechtigkeit herzustellen: Die eigenständigen Rentenanwartschaften von Frauen liegen heute im Durchschnitt knapp 60% unter denen der Männer.
  • um die drohende Altersarmut derjenigen Frauen, die in den kommenden Jahren in Rente gehen, zu verhindern und so die Sozialsysteme zu entlasten.
  • weil die Begrenzung der Mütterrente II auf Elternmit drei und mehr Kindern neue Ungerechtigkeiten schafft und Erziehungsleistungen unterschiedlich anerkennt.
  • damit die Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Bundesregierung für eine „bessere Anerkennung von Erziehungsleistung in der Rente“ umgesetzt wird.

Unterstützen Sie die Forderung der kfd mit Ihrer Unterschrift!